Gemeinde Emmen - Emmenbrücke

28.06.2010 - Start Kampagne "Stop.Ozon" in 13 Gemeinden der Agglomeration Luzern

Führerschein abgeben… weniger Ozon und mehr Lebensqualität

Wer von A nach B fahren will, muss dies nicht zwingend mit dem Auto tun. Die Aktion Stop.Ozon ist eine sympathische Einladung, den Führerschein für einen Monat abzugeben und sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Velo oder zu Fuss fortzubewegen. Wer mitmacht, senkt die Ozonbelastung und erhöht die eigene Lebensqualität. Start der Aktion ist am Montag, 28. Juni 2010.

 

Alle wollen mit Worten die sommerliche Ozonbelastung senken. Aber mit Taten? Eine ganz konkrete Möglichkeit ist die Sommeraktion Stop.Ozon, die die Regionalkonferenz Umweltschutz in 13 Gemeinden der Region Luzern zum vierten Mal durchführt.

 

Es geht ganz einfach

So einfach funktioniert die Aktion Stop.Ozon: Auf den Einwohnerkontrollen (Emmen: Sekretariat Hochbau) den Führerschein abgeben und im Gegenzug einen stark vergünstigen Monats-Passepartout beziehen. Die Aktion läuft in den Monaten Juli und August (solange Vorrat). Die Einwohnerinnen und Einwohner von folgenden Gemeinden können von Stop.Ozon profitieren: Dierikon, Ebikon, Emmen, Hergiswil NW, Horw, Kriens, Küssnacht SZ, Luzern, Meggen, Rothenburg, Schwarzenberg, Stans und Udligenswil. Der Passepartout kostet nur gerade 10 Franken. Wegen der weiteren Entfernung (zusätzliche Zone) beträgt der Passepartout-Preis für Teilnehmende der Gemeinden Küssnacht, Schwarzenberg, Stans und Udligenswil 20 Franken.

 

Die Umgebung neu erleben

Bei dieser Aktion gibt es nur Gewinner. Zuallererst ist es die Luft. Denn im Sommer, wenn die Sonne vom Himmel brennt, steigen die Ozonwerte. Aus dem Zusammenwirken von Sonnenlicht und Abgasen entsteht der Sommersmog, der uns allen zu schaffen macht.

Aber nicht nur die Luft profitiert, sondern die „Umsteigerinnen und Umsteiger“ gönnen sich neue Erfahrungen und Erkenntnisse: Einmal auf das Auto oder den Töff zu verzichten, lässt einem die Welt mit ganz anderen Augen sehen. Und viele werden überrascht sein, wie dicht und vielfältig das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln in der Region ist. Der Passepartout hat auch den Vorteil, dass Bus und Bahn benützt werden können, ohne sich um die einzelnen Tickets kümmern zu müssen.

Kurz – die Aktion Stop.Ozon ist ein Beitrag für weniger Hektik und Stress im Alltag.

 

 

Kurzinterview mit Projektleiterin Gwen Bessire

 „Letztes Jahr machten 676 Personen mit“

 

Gwen Bessire ist Umweltbeauftragte der Gemeinde Horw und Projektleiterin von Stop.Ozon Sie erklärt, warum Stop.Ozon diesen Sommer das letzte Mal durchgeführt wird.

 

Stop.Ozon geht in das vierte Jahr. Wie sieht die Erfolgsbilanz aus?

Gwen Bessire: Angefangen hat die Aktion 2006 im Kleinen, in den Gemeinden Horw und Kriens. Die Aktion kam gut an. Ein Jahr später übernahm die Regionalkonferenz Umweltschutz das Projekt und dadurch beteiligten sich bereits zehn Gemeinden in der Agglomeration Luzern und tauschten 527 Passepartouts. Ein Jahr später stieg diese Zahl erfreulicherweise auf 592 Passepartouts. Aufgrund der guten Erfolgsbilanz wurde Stop.Ozon letztes Jahr auf weitere Gemeinden ausgedehnt und es konnten 676 Passepartouts getauscht werden. Ein Erfolg ist auch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Dieses Jahr unterstützen der Tarifverbund Passepartout, die Lungenliga und die Gemeinden die Aktion.

 

Schön und gut, aber ist eine solche Aktion nachhaltig?

Gwen Bessire: Die Frage ist berechtigt. Deshalb haben wir eine Auswertung gemacht. 84 Prozent gaben darin an, dass sie nach der Aktion den öffentlichen Verkehr vermehrt benützen. Weiter geht aus der Auswertung hervor, dass sich die Beteiligten auch in ihrem beruflichen und privaten Umfeld positiv über die Möglichkeiten von Bus und Bahn geäussert haben. Begeisterte Benützerinnen und Benützer sind die besten Werbeträger. Es braucht attraktive Angebote, um die Leute zum öffentlichen Verkehr zu bringen. In unserem Fall heisst das, dass immerhin 676 Leute auf den Geschmack gekommen sind. 676 Personen ist nicht nichts.

 

Wird diese Aktion in vielen anderen Agglomerationen der Schweiz durchgeführt?

Gwen Bessire: In dieser Form ist die Aktion ein Luzerner Unikat. Vergleichbare Formen gibt es nur in Bern und Thun. In Bern war die Aktion kaum erfolgreich. Die Aktion in Thun lief gut, war aber im Voraus auf zwei Jahre beschränkt.

 

Warum wird Stop Ozon in diesem Sommer zum letzten Mal angeboten?

Gwen Bessire: Damit ein solches Projekt erfolgreich ist, braucht es immer wieder neue Ideen und Inputs, damit sich die Aktion nicht zu Tode läuft. Stop.Ozon ist momentan auf einem Höhepunkt. Die letztjährige Erweiterung auf zusätzliche Gemeinden hat nochmals einen Impuls gegeben, jedoch zeigt sich auch eine allmähliche Sättigung. Aus der Sicht der Regionalkonferenz Umweltschutz wurden die gesetzten Ziele erreicht. Dieses Jahr wird auf der letztjährigen Erweiterung aufgebaut und ein Abschluss auf dem Höhepunkt gefunden.

 

Passepartouts in den Gemeinden

Dieses Jahr stehen so viele Passepartouts zur Verfügung:

Gemeinde

Zur Verfügung stehende

Passepartouts

Dierikon

5

Ebikon

70

Emmen

80

Hergiswil NW

30

Horw

90

Kriens

100

Küssnacht SZ

25

Luzern

250

Meggen

30

Rothenburg

30

Schwarzenberg

10

Stans

30

Udligenswil

10

 

Für Rückfragen:

 

 

 

Manuela Bernasconi

Gwen Bessire

 

Daniel Hunn

Kurt Bischof

Vizepräsidentin RKU

Projektleiterin STOP.OZON

 

Gemeindeschreiber Kommunikationsbeauftragter

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gwen.bessire@horw.ch

 

daniel.hunn@horw.ch

kurt.bischof@horw.ch

 

 

 

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