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Die kleine Reise des Tramhüsli am Centralplatz

2 Stunden dauerte es, bis das 250 Tonnen schwere Tramhüsli verschoben war. Auf Rollen wurde es hydraulisch gezogen, 5 Meter weit und in der Achse ein wenig gedreht bis es den endgültigen Standort erreichte. Es war Millimeter-Arbeit. Der Verschub wurde wegen des Strassenbau-Projekts K13 des Kantons nötig. Die Verschiebung wurde über eine Sammelaktion finanziert. Für Sanierung und Bereitstellung für den Betrieb startet die Stiftung als Trägerin im Herbst eine 2. Sammelaktion.

"Auf diesen Moment haben wir gewartet, auf diesen Moment haben wir mit grossem Engagement hingearbeitet", sagte Urs Rudolf, Präsident der Stiftung Tramhüsli vor der Verschiebeaktion heute Morgen vor versammelter Presse und interessierten Zuschauern. Zwei Stunden später stand das fast hundertjährige Tramhüsli an seinem neuen Standort. Knapp fünf Meter weit ging die Reise. Und eigentlich sei dies nur das Dessert gewesen, sagte Bauunternehmer Rolf Iten. Sein Unternehmen hat diese Reise seit Monaten vorbereitet, das Tramhüsli auf Stelzen gestellt und ein neues Fundament gebaut. Auf Rollen und hydraulisch gezogen bewegte sich das Tramhüsli in Zentimeterschritten in Richtung Ziel. Der Verschub verlief ohne Zwischenfälle, ohne Erschütterung und ohne Risse in den bestehenden Mauern. Damit ist die Rettung geglückt, das Tramhüsli wird für Emmen mit seiner industriellen Geschichte erhalten bleiben.

Vor dem Abriss gerettet
"Dieses Gebäude, klein und auffallend, wurde über Jahrzehnte mit Geschichten gefüllt. Viele Emmerinnen und Emmer oder ihre Eltern und Grosseltern verbinden dieses Wahrzeichen mit einer speziellen Erinnerung", sagte Stiftungspräsident Urs Rudolf.
Wegen der Verbreiterung der Kantonsstrasse wäre das Tramhüsli anfangs 2015 abgerissen worden. Im letzten Augenblick trafen sich Persönlichkeiten der Hochschule Luzern Design und Kunst, der Viscosistadt AG, des Gemeinderates Emmen sowie der Bauunternehmer und Hauptsponsor Hans Schmid, um einen Weg zur Rettung zu finden. Die Stiftung Tramhüsli wurde gegründet und der Stiftungsrat schaffte es , die Mittel für die Verschiebung, 300'000 Franken zusammenzubringen. Sponsoren und viele kleinere und grössere Spenderinnen und Spender aus der Bevölkerung leisteten ihren Anteil an der Rettung.

Zweite Sammelaktion für eine neue Bestimmung
Die Stiftung prüft nun verschiedene Nutzungskonzepte und muss sich einer nächsten Herausforderung stellen. Der Verschub und damit die Rettung sind finanziert, nun sollen in einer zweiten Aktion die Finanzen für das Herrichten des Gebäudes zu einem Treffpunkt für alle zusammengetragen werden. Ab August wird eine zweite Sammelaktion gestartet.
Der Centralplatz mit dem Tramhüsli sei ein emotionaler und identitätsstiftender Ort, sagt Susanne Truttmann, Kulturdirektorin der Gemeinde Emmen. "Auch künftig soll hier eine ÖV-Station mit Charme und Begegnungscharakter sein. Es soll aber auch ein Treffpunkt für die Studierenden der Hochschule Luzern Design und Kunst mit der Emmer Bevölkerung, mit verschiedenen Institutionen aus Gewerbe, Industrie und Kreativwirtschaft werden."

Weitere Auskünfte erteilen

Urs Rudolf, Präsident Stiftung Tramhüsli, Tel direkt 079 211 10 48
Susanne Truttmann, Gemeinderätin, Tel direkt 041 268 02 8

Dokument Medienmitteilung Verschiebung Tramhüsli (pdf, 317.5 kB)


Datum der Neuigkeit 23. Juni 2015