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Ein Umfeld, in dem jedes Kind lernen und entwickeln kann

Die "Bildungslandschaft Meierhöfli" ist auf Kurs. Zu diesem Schluss kam die heutige Tagung, die als Standortbestimmung diente. Ziel des Projektes ist es, das Quartier zum Wohle der Kinder und Familien zu vernetzen. Es läuft seit knapp drei Jahren.

Für den Gemeinderat wirkt das Projekt "Bildungslandschaft Meierhöfli" als Leuchtturmprojekt. Es soll sämtliche Bildungsparteien im Quartier Meierhöfli zum Wohle der Kinder und Familien vernetzen. Heute, 21. April 2018 fand dazu eine Tagung statt.

Schule und Quartier zusammenbringen
Heute trafen zahlreiche Personen aus den Bereichen Politik, Volksschule, Quartier und Gesellschaft zusammen, um eine Standortbestimmung des Projektes "Bildungslandschaft Meierhöfli" vorzunehmen. An den sogenannten "Leuchtturmgesprächen" zeigte sich, dass das Projekt auf Kurs ist und bereits viele Teilerfolge erzielt werden konnten zum Wohle der Kinder, Familien und des gesamten Quartiers. "Das Projekt schafft ein Umfeld, in dem jedes Kind lernen und sich entwickeln kann. Dabei bringt es die Schule und das Quartier zusammen", sagt Roman Brügger, Schulleiter Meierhöfli. "Je stärker die Bildungsinseln wachsen, sich verdichten und vernetzen, desto grösser wird die Chance für jedes Kind auf eine umfassende Bildung. Ein afrikanisches Sprichwort bringt es auf den Punkt: Es braucht ein ganzes Dorf (Quartier), um ein Kind zu erziehen. Damit fördern wir die Vernetzung und Zusammenarbeit aller Bildungsakteure im Quartier", führt er aus. Mit diesem Elan möchten die Partner das Projekt weiter führen.

Quartierschule mit einer sozialräumlichen Ausrichtung
Die Schule Meierhöfli weist einen der grössten Anteile fremdsprachiger Kinder im Kanton Luzern auf. Die Schülerinnen und Schüler stammen aus über 30 Nationen. Beim Kindergartenstart können 90% der Kinder kein Deutsch. Diese Ausgangslage forderte eine Quartierschule mit einer sozialräumlichen Ausrichtung. Aus diesem Grund wurde das Projekt "Bildungslandschaft Meierhöfli" ins Leben gerufen. Mit dem Verständnis, dass Bildung überall stattfindet, fördert das Projekt die Vernetzung und Zusammenarbeit aller Bildungsakteure im Quartier. Im Herbst 2014 wurde die Arbeit aufgenommen. Das Projekt läuft voraussichtlich bis 2020. Finanziell unterstützt wird es durch die Gemeinde Emmen, die Dienststelle Volksschulbildung (DVS) und die Jacobs Foundation.

Dabei wird das Ziel verfolgt, für die Kinder im Meierhöfli Quartier ein Umfeld zu schaffen, in dem sie bestmöglich lernen und sich entwickeln können. Ihre Bedürfnisse stehen im Zentrum und die Schule sowie das Quartier rücken näher zusammen. Brügger erklärt: "Es zeigt sich, dass die Distanz im Quartier sinkt und im Gegenzug das Vertrauen steigt. Auf diesem Fundament bauen wir weiter." Folgende Erfolge und Projekte wurden bereits realisiert:

Im Bereich der Sprachförderung
  • Deutschkurs für Kinder und Eltern vor dem Kindergarten: Bereits vor dem Kindergarteneintritt können Eltern mit ihren Kindern zusammen einen Deutschkurs besuchen.
  • Lesewelt: Dieses Angebot verfolgt das Ziel, die Freude an Büchern zu wecken und die Motivation und Lust am Lesen zu fördern.
  • Sommerplausch: Der Meierhöfli-Sommerplausch findet in der ersten Sommerferienwoche statt und ergänzt die Sprachförderungsangebote mit einer erlebnisorientierten Ausrichtung des Sprachgebrauchs bei Theater, Tanz, Musik und Gestaltung.
  • Familienkindergarten: Die Herausforderungen verbunden mit dem Eintritt in den Kindergarten sind vielfältig. Als Bindeglied zwischen Schule und Elternhaus unterstützt der Familienkindergarten Kinder und Eltern zu Beginn der Schullaufbahn dabei.
Teilprojekte:

  • Projektwoche "Meierhöfli forscht": Kinder aus der Schule Meierhöfli erforschen Gewerbebetriebe und Angebote im Quartier.
  • Sporttag: 20 Vereine im und um das Meierhöfli-Quartier gestalten zusammen einen Sporttag.
  • Partizipativer Spielplatzbau : Kinder, Eltern, Lehrpersonen und viele Leute von der Gemeinde und dem Meierhöfli-Quartier bauten zusammen einen neuen Spielplatz.
Neue Netzwerke:

  • Netzwerk Frühbereich: Bildungsakteure aus dem Frühbereich (Spielgruppe, Kita, Vereine, Beratungsangebote, u.a.) sowie das Kindergarten-Team bilden ein Netzwerk. Zweimal im Jahr findet ein Austausch zu gemeinsamen Themen statt und es werden gemeinsame Weiterbildungen organisiert.
  • Zusammenarbeit Spielgruppe und Kindergarten: Zwei Partner im Quartier sind Kindergarten und Spielgruppe. Gemeinsame Wald- und Spielmorgen, Laternenumzüge und ein inhaltlicher  Austausch fördern die Zusammenarbeit.
  • Elternmitwirkung: Die Elternmitwirkung Meierhöfli wurde gegründet und übernimmt seither viel Verantwortung in der Unterstützung von Schulprojekten und im Aufbau von neuen Angeboten (Internationale Spieleabende, Eltern-Kind-Wandertage usw.)

Die vielfältigen Ergebnisse, Rückmeldungen und Inputs aus der heutigen Tagung fliessen in die zukünftige Arbeit aller Beteiligten der Bildungslandschaft Meierhöfli mit ein. Ziel dabei ist es, dass sich das Projekt verselbstständigt und Veränderungsprozesse in verschiedenen Ebenen eingeleitet werden. Für Roman Brügger ist klar, dass sich die "Bildungslandschaft Meierhöfli" vom Projekt hin zu einer Grundhaltung entwickelt und damit die Identifikation der Lehrpersonen mit der Schule nachhaltig verändern wird. Roman Brügger zieht daher ein positives Fazit: "Wenn uns von aussen attestiert wird "besonders besonders" zu sein, macht uns das stolz und motiviert uns für die weitere Arbeit in der Bildungslandschaft."

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.meierhoefli-bl.ch

Weitere Auskünfte erteilt:

Roman Brügger, Schulleiter Meierhöfli, Tel.: 079 257 13 71, E-Mail: roman.bruegger@emmen.ch
Personen im Gespräch an der Tagung
Tagung Bildungslandschaft Meierhöfli Emmen 2018

Dokument MM_Ein_Umfeld_in_dem_jedes_Kind_lernen_und_sich_entwickeln_kann.pdf (pdf, 193.2 kB)


Datum der Neuigkeit 21. Apr. 2018