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CityLink: Verlängerung bis Seetalplatz bleibt auf dem Radar

12. September 2026
Mit einem Vorstoss rückt die Mitte eine mögliche Verlängerung des Seilbahnprojekts CityLink Luzern bis zum Seetalplatz erneut in den Fokus. Für den Gemeinderat ist die Idee nicht neu: Bereits im Herbst 2025 hat er öffentlich Interesse signalisiert und deutlich gemacht, dass eine Anbindung Emmens vertieft geprüft werden sollte.

Der privat initiierte CityLinkExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. sieht eine Verbindung vom Arbeitsgebiet Ibach über das Luzerner Kantonsspital bis in die Altstadt vor. Dabei sollen die Kabinen teilweise als klassische Seilbahn und teilweise unterirdisch auf einer Deckenschiene verkehren.

Für Emmen ist insbesondere eine mögliche Weiterführung vom Ibach bis zum Seetalplatz interessant. Bereits im Oktober 2025 hat der Gemeinderat öffentlich auf dieses Potenzial hingewiesen. Der Seetalplatz ist heute ein wichtiger Umsteigeknoten für Bahn, Bus und weitere Mobilitätsangebote und entwickelt sich gleichzeitig zu einem bedeutenden Wohn- und Arbeitsstandort. Mit der neuen kantonalen Verwaltung und weiteren Bauprojekten wird diese Bedeutung in den kommenden Jahren weiter zunehmen.

Vorstoss greift bekannte Fragen auf
Nun wird die mögliche Verlängerung auch im Emmer Einwohnerrat zum Thema. Ein Postulat der Mitte-Fraktion fordert, die Chancen, Risiken und Realisierungsmöglichkeiten einer Verbindung bis Emmenbrücke beziehungsweise zum Seetalplatz zu prüfen. Im Zentrum stehen unter anderem die Finanzierung, die Beteiligung Emmens an möglichen Planungen, die Einbindung in den öffentlichen Verkehr und das Tarifsystem sowie der Austausch mit der Stadt Luzern und den privaten Projektinitianten.

Damit greift der Vorstoss verschiedene Fragen auf, die auch für den Gemeinderat zentral sind, sollte der CityLink weiterverfolgt werden. Denn klar ist: Eine Verlängerung nach Emmen kann nicht losgelöst vom Gesamtprojekt betrachtet werden. Zunächst muss sich zeigen, ob und in welcher Form der CityLink auf Stadtluzerner Boden überhaupt weiterkommt.

Entscheid fällt vorerst in Luzern
Dort ist die politische Ausgangslage derzeit offen. Der Luzerner Stadtrat empfiehlt die Volksinitiative zum CityLink zur Ablehnung und beurteilt das Projekt unter anderem als nicht notwendig und unverhältnismässig. Die Bau-, Umwelt- und Mobilitätskommission des Grossen Stadtrates hingegen hat sich Ende August 2026 knapp für eine Weiterverfolgung ausgesprochen. Am 17. September 2026 beschäftigt sich das Stadtluzerner Parlament mit dem Geschäft; die Volksabstimmung ist für den 28. Februar 2027 vorgesehen.

Für Emmen bleibt die Haltung deshalb vorerst unverändert: Der CityLink ist kein Projekt der Gemeinde Emmen. Sollte das Vorhaben in Luzern jedoch weiter voranschreiten, will der Gemeinderat die regionale Perspektive im Blick behalten und insbesondere die Option einer Verlängerung zum Seetalplatz nicht aus den Augen verlieren.

Visualisierung des Projekts CityLink Luzern. (Bild: zvg)