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Ideen statt Überstunden – wie das Lingerie-Team der BZE AG den Alltag neu dachte

27. Dezember 2025
In der Lingerie der BZE AG in Emmenfeld haben die Mitarbeitenden gemeinsam Wege gefunden, ihren Alltag einfacher zu gestalten. Eine kleine Veränderung mit grosser Wirkung – und ein Beispiel dafür, wie das Jahresmotto «Mein Beitrag – mini BZE» gelebt wird.

Wenn montags die Wäsche von drei Tagen eintraf, wurde es eng in der Lingerie der BZE AG im Emmenfeld: Das Sortieren schien kaum zu bewältigen, und der Start in die Woche war oft hektisch. «Zu viele Leute, zu viel Wäsche, zu viel auf einmal», erinnert sich Monika Stauffer. Seit fast zehn Jahren arbeitet sie bei der BZE AG, davon knapp drei Jahre in der Lingerie – ein Ort, an dem täglich unzählige Kleidungsstücke ihren Weg zurück in die Schränke der Bewohnerinnen und Bewohner finden. Doch statt sich mit dem Stress abzufinden, suchte das Team gemeinsam nach neuen Lösungen.
 

«Die Mitarbeitenden sind die Expertinnen und Experten ihres Alltags. Sie wissen genau, wo es harzt und wo sich etwas bewegen lässt.»

Peter Glanzmann, Geschäftsleitung Finanzen, Administration und ICT bei der BZE AG


Gemeinsam hinschauen – und umdenken
Angeregt durch das Jahresmotto «Mein Beitrag – mini BZE» nahm das Team an einem Workshop teil, begleitet von einer Person aus einem anderen Bereich. «Das war spannend», sagt Monika Stauffer. «Dadurch kamen ganz neue Sichtweisen ins Spiel. Wir begannen, unsere Abläufe zu hinterfragen, und merkten schnell: Ein paar kleine Änderungen können viel bewirken. Wir sahen plötzlich, was wir selbst ändern können.»

Heute verteilt das Team die Wäsche über die ganze Woche und plant Aufgaben nach Priorität. Jeden Dienstag treffen sich alle, um neue Ideen für Optimierungen zu besprechen und den Alltag gemeinsam weiterzuentwickeln.

Verantwortung teilen
Für Teamleiterin Tanja Bammert zeigt sich, wie stark Eigeninitiative wirken kann: «Die Mitarbeitenden bringen sich heute viel aktiver ein. Sie haben gemerkt, dass ihre Meinung zählt und dass jede Überlegung wichtig ist. Heute kommen viel mehr Vorschläge aus dem Team selbst. Die Zusammenarbeit ist besser, weil jede Einzelne mehr Verantwortung übernimmt.»

In der Lingerie arbeiten elf Frauen, die meisten von ihnen sind ausgebildete Fachfrauen Hotellerie-Hauswirtschaft EFZ. Hier ist jede Hand gefragt – und jede Idee willkommen. Gerade weil die Arbeit so vielfältig ist – Wäsche sortieren, waschen, trocknen, falten, bügeln und instandhalten und wieder an die Bewohnerinnen und Bewohner verteilen –, sind es die Mitarbeitenden selbst, die am besten wissen, wo sich etwas verbessern lässt.

Ideen aus der Praxis
Genau das ist der Gedanke hinter dem Jahresmotto. Über 300 Ideen und Vorschläge wurden im Laufe des Jahres 2025 von Mitarbeitenden der BZE AG eingereicht – handschriftlich am Ideenbrett oder digital über die Mitarbeitenden-App. Die Vorschläge reichten vom kleinen Handgriff bis zur grossen Prozessänderung. Die Prozessgruppe prüft jede Eingabe, vieles wird umgesetzt.

«Unsere Mitarbeitenden sind die Profis in ihrem Alltag. Sie wissen genau, wo es harzt und wo sich etwas bewegen lässt», sagt Peter Glanzmann, Geschäftsleitung Finanzen, Administration & ICT bei der BZE AG und Mitglied der Fokusgruppe Jahresmotto 2025. Für ihn ist klar: Wer mitdenkt, kann aktiv mitgestalten. Und genau das ist bei der BZE AG spürbar geworden.

 

«Wir sahen plötzlich, was wir selbst ändern können.»

Monika Stauffer, Mitarbeitende Lingerie


Ein Stück «mini BZE» – im Alltag gelebt
Für Monika Stauffer hat der Workshop mehr bewirkt, als sie zunächst erwartet hatte. «Wir reden mehr miteinander und suchen gemeinsam Lösungen. Das hat uns zusammengeschweisst.» Was früher selbstverständlich schien, wird heute bewusster angegangen. Jede prüft, welchen Beitrag sie im Kleinen leisten kann, und entdeckt dabei oft neue Wege, die den Arbeitsalltag erleichtern.

Aus einem vollen Montag wurde so ein Tag, der zeigt, was möglich ist, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und sich einbringen – ganz ohne grosses Aufsehen und mit spürbarer Wirkung.

Eine Frau in der Wäscherei
Mit geübten Bewegungen faltet Monika Stauffer in der Lingerie Emmenfeld die Wäsche zusammen: Ein vertrauter Handgriff in einem Alltag, den das Team laufend verbessert. (Bild: zvg)