10. Juni 2021
Für die Baufelder B1-B3 am Seetalplatz hat der Luzerner Regierungsrat den Vergabeentscheid gefällt: Die Bietergemeinschaft «Wir sind Stadtgarten»/Halter AG erhält den Zuschlag. Auf 17'000 Quadratmetern entsteht eine gemischte Nutzung für Wohnen und Arbeiten. Das Projekt wird durch eine neue Wohnbaugenossenschaft mit Sitz in Luzern realisiert

Auf den drei Baufeldern B1 bis B3 am Seetalplatz sollen bis 2026/27 drei modern gestaltete Gebäude mit Wohn- und Gewerbenutzungen entstehen, die das neue Quartier Luzern Nord mitprägen. Im September 2020 hat der Kanton diese Baufelder mit einer Grundstücksgrösse von rund 17'000 Quadratmetern ausgeschrieben. Nach Abschluss des zweistufigen Verfahrens hat die Luzerner Regierung nun der Bietergemeinschaft «Wir sind Stadtgarten» / Halter AG den Zuschlag erteilt.

Guter Mix hat überzeugt
Es haben fast ein Dutzend Investoren ein Angebot für die Baufelder abgegeben. Für den Luzerner Finanzdirektor Reto Wyss sei insbesondere der gute Mix auf den Baufeldern wichtig gewesen: «Es ist mir ein Anliegen, dass Wohnungen in verschiedenen Preissegmenten angeboten werden.»

Die Bietergemeinschaft überzeuge in ihrem Konzept sowohl wirtschaftlich als auch mit dem Nutzungskonzept, fügt der Regierungsrat an. Das Ziel sei es, eine wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltige Überbauung zu realisieren, welche das Stadtgebiet Luzern Nord aufwerte. Das Konzept der Gewinnerin sieht nebst einem preislich und flächenmässig ausgewogenen Wohnungsmix auch altersgerechte Wohnangebote, Gewerbe-, Büro- und Atelierflächen vor, die eine Durchmischung und eine soziale Vielfalt ermöglichen.

Nächster Schritt
Die Sicherstellung der ökologischen Nachhaltigkeit wird mit den Label SNBS und Minergie-P-Eco sowie dem Anschluss an den Wärmeverbund Seetalplatz erreicht. Um eine hohe Qualität der Bebauung zu gewährleisten, wird ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt. Der Kanton Luzern als Grundeigentümer wird in der Jury vertreten sein.

Erste Smart-City der Zentralschweiz
Das Gebiet Luzern Nord ist auf dem Weg, sich zur ersten «Smart-City» der Zentralschweiz zu entwickeln. Der Verkehrsknotenpunkt am Zusammenfluss von Kleiner Emme und Reuss entwickelt sich seit einigen Jahren zu einem Wirtschaftszentrum, einer Wohnstadt und einem Hochschulstandort. Auf einer Gesamtfläche von rund 600'000 Quadratmetern sind 1500 neue Wohnungen für 3'00 neue Bewohnerinnen und Bewohner, 4000 zusätzliche Arbeitsplätze und 800 Studienplätze geplant und teilweise bereits erstellt.

Baufelder B1 bis B3
Die Baufelder B1 bis B3 am Seetalplatz liegen direkt an der Kleinen Emme. (Bild: zvg)

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