Haupinhalt

Die 5. Jahreszeit hat auch in Emmen begonnen!

28. Januar 2024
Seit Anfang Januar 2024 sieht man ihn schon von Weitem: den «Ämmali-Häxetorm». Seit 2017 kündigt er an der Gersag-Kreuzung die Fasnacht in Emmen an mit bunten Bannern und Plaketten aller fasnachtsbeteiligten Gruppierungen. So wurde auch der erste Anlass in Emmen angekündigt, der «Zönder» 2024.

Am 12. Januar 2024 fiel am Sprengi mit dem Zönder dann der offizielle Startschuss für die Fasnacht in Emmen. Das Ämmali schaute vorbei, die Vereinigten Guuggen Emmen (CH-Guugger, Gaugewäudler, RüssSuuger, Schügumugger und der Tambourenverein) spielten auf und Patrick Schnellmann wurde zum Faludef 2024 («Für ausserordentliche Leistungen um die Emmer Fasnacht») gekürt. Der Zönder zeigte wieder einmal, dass er eine schöne Veranstaltung für die gesamte Familie zum Beginn der rüüdigen Zeit ist.

Am 20. Januar fand dann nach vielen Jahren zum ersten Mal unter Federführung des Emmer Fasnachtskomitees (EFK) wieder das Kindermaskenbasteln statt. Die Werbetrommel wurde in einigen Schulhäusern gerührt, es gingen reichliche Anmeldungen ein und so nahm auch eine entsprechende Anzahl von begeisterten Kindern am Malen, Dekorieren und Kleistern im Schulhaus Gersag teil. Die jungen Künstler dürfen dieses Jahr sogar am Emmer Umzug teilnehmen, ganz Emmen darf auf die Kreativität der jungen Künstler gespannt sein.

Am Abend luden die RüssSuuger Ämme zu ihrer «Suugerguuggete» in die Rossmooshalle Emmen. Der Mega-Event lockte wieder rund 1500 Besucher an, welche bis in die Morgenstunden an den selbst gebastelten Bars zu tollem Guuggensound friedlich feierten.

Am folgenden Samstag (27. Januar) luden die Schügumugger Ämme zu ihrem «Schügu Fäscht» ganz nach dem Motto «back to the roots» in die Viscosi ein. Sie kehrten damit dahin zurück, wo sie schon vor Jahren ihre Guuggenparty mit Kafizelt, Foodzelt und Heubuuchstand feierten.

Die «Luzerner Zeitung» titelte Ende November 2023 über die Gemeinde Emmen: «Jawoll, es gibt eine Tagwache!» Denn pünktlich um 5 Uhr am Schmutzigen Donnerstag ertönt auch ein Knall in Emmen, fast so wie in der grossen Nachbargemeinde im Süden. Die Morgenruhe findet dann aber mit dem gemeinsamen Einzug der vier Guuggen Emmens auf den Chilbiplatz Gersag definitiv ein Ende: Nachdem die 260 Musiker gemeinsam musiziert haben, unterhalten die Guuggen dann einzeln die leider in den letzten Jahren immer kleinere Zuschauerschaft. Alle Beteiligten hoffen sehr, dass sich dieser Trend nun umkehrt – es wäre schade, wenn diese Tradition irgendwann eingestellt werden müsste. Auch dieser Anlass ist perfekt für einen Familienstart in den Tag: für eine flüssige Verpflegung (auch für Kinder) ist gesorgt, es herrscht kein Gedränge und der Platz ist zu Fuss gut innerhalb der Gemeinde zu erreichen.

Der Freitag (9. Februar) steht ganz im Zeichen zweier Guuggen: Die CH-Guugger veranstalten von 10.30 bis 18 Uhr ihre traditionelle «Ämmer Dorfguuggete» auf dem Areal des Schulhauses Emmen Dorf – wieder eine schöne Veranstaltung für Jung und Alt. Neben kulinarischen Köstlichkeiten und guter Guuggenmusig werden die Kinder farbenfroh geschminkt. Am Abend steigt auf dem Chilbiplatz die «Obdach­losenparty» der Gaugewäudler. Ab 18 Uhr bis ganz spät kann gefeiert werden.

Der Fasnachtssonntag beginnt andächtig: In der Pfarrkirche St. Mauritius Emmen wird ab 9.45 Uhr Fasnachtsgottesdienst mit Kommunion gefeiert. Die passende musikalische Untermalung der Gottesfeier wird durch die RüssSuuger Ämme gegeben. Interessierte sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

Der Höhepunkt der Ämmer Fasnacht ist aber ohne jeden Zweifel der grosse Umzug am Nachmittag mit der anschliessenden Ämmali-Verbrennung und der «Uslompete» auf dem Gersag-Areal. Wie im letzten Jahr werden wieder Tausende Zuschauer von nah und fern erwartet, um die farbenfrohen und «rüüdig verreckten» Sujets der teilnehmenden Gruppen am Umzug zu bestaunen. Um 16 Uhr wird dann wie üblich das 1978 zum ersten Mal an der Ämmer Fasnacht aufgetretene (aber natürlich schon viel ältere) Ämmali unter Mitwirkung der Gerliswiler Tambouren, der Guuggen Emmens und diverser Helfer verbrannt. Aber trotzdem ist die Fasnacht noch nicht vorbei. Gleich nebenan findet den ganzen Nachmittag bis in die späten Abendstunden noch die Uslompete statt. Zwei Bühnen mit Guuggenmusig und feine kulinarische Verpflegung laden dazu ein, die Fasnacht in Emmen noch richtig bis zum Schluss zu geniessen. Wer es etwas gemütlicher haben möchte, ist im Restaurant Prélude im Le Théâtre, das direkt nach dem Umzug öffnen wird, herzlich willkommen.

Insgesamt wird also viel geboten an den schönsten (Fasnachts-)Tagen des Jahres in der Gemeinde – wer die Wahl hat, hat die Qual.

Weitere Infos unter efk.ch.

Emmer Fasnacht
Der Emmer Fasnachtsumzug 2023. (Bild: RüssSuuger Ämme)