Gemeinde Emmen
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Eine Arbeitsgruppe aus vier freiwilligen Mitarbeitenden der Altersgruppe 55+, der HR-Leitung und der CEO erarbeitete das Konzept nah an den realen Bedürfnissen. Die BZE AG begegnet mit dem Konzept einer zentralen demografischen Herausforderung: In den nächsten zehn Jahren werden rund 80 Mitarbeitende der BZE AG altersbedingt ausscheiden.
Bedürfnissen begegnen
Die BZE AG budgetiert jährlich rund 40 000 Franken für flexible, bedürfnisorientierte Massnahmen wie Weiterbildung, Entlastungsmodelle, Teilpensionierung oder gezielte Entwicklungsangebote. Ziel ist es, Mitarbeitende ab 55 Jahren gesund, motiviert und langfristig im Unternehmen zu halten – ein Beitrag zu Wissenstransfer, Qualität und Kontinuität in der Betreuung unserer Bewohnenden. Zudem sollen sich die Mitarbeitenden frühzeitig mit Themen der Pensionierung auseinandersetzen können, damit der Übergang gut vorbereitet gelingt.
Jährliche Infoveranstaltung
Eine zentrale Massnahme ist die jährliche Informationsveranstaltung «Zukunft gestalten ab 55», die am 9. Dezember 2025 zum ersten Mal bei der BZE AG stattfand. 15 von 83 Mitarbeitenden über 55 Jahren nahmen an der Veranstaltung teil und tauschten sich rege aus.
Bei der Mitarbeiterin 55+ der Eintrittsberatung, Patricia Brauchli, nachgefragt, welche Gefühle beim Gedanken an die Pensionierung aufkommen, folgt die Antwort: «Ich mache mir schon ein bisschen Sorgen. Nicht nur wegen des veränderten Alltags, sondern auch was die Finanzen angeht.» Umso wichtiger, bietet die BZE AG Hand mit Information und Beratung. HR-Co-Leitung Edith Lüthi präsentierte das neue Konzept der BZE AG, erklärte die Möglichkeiten einer unabhängigen externen Vorsorge- und Finanzberatung mit Kostenbeteiligung durch die BZE AG. Sie veranschaulichte am Beispiel von «Susi Sorglos» unterschiedliche flexible Teilpensionierungsmodelle und deren finanzielle Auswirkungen.
Informationen zu Pensionierungsseminaren von Pro Senectute (finanziert durch BZE AG) sowie Massnahmen in den Bereichen Gesundheitsförderung, Weiterbildung und Arbeitsgestaltung wurden ebenfalls zur Verfügung gestellt. Auch die Pensionskasse Emmen, vertreten durch die Geschäftsführerin Barbara Naef, war vor Ort und unterstützt die Versicherten mit flexiblen Teilpensionierungsmodellen und Wahlplänen, die eine Weiterarbeit über das Rentenalter hinaus ermöglichen.
Marie-Cécile Schmid arbeitet in der Restauration der BZE AG. Sie nahm an der Info-Veranstaltung teil und meinte: «Ich finde es eine grosse Wertschätzung uns Mitarbeitenden Ü55 gegenüber. Die BZE AG unterstützt uns darin, böse Überraschungen zu vermeiden, indem wir früh genug auf die wichtigen Themen aufmerksam gemacht werden.»
Ausblick Fokus 55+
Künftig sollen weitere Bereiche wie betriebliches Gesundheitsmanagement, Personalentwicklung und Führungskräfte noch stärker einbezogen werden. Damit stellt die BZE AG sicher, dass das Konzept kontinuierlich weiterentwickelt wird – für ein wertschätzendes, gesundes und zukunftsorientiertes Arbeitsumfeld für die Generation 55+.
Folgende Angebote stehen Mitarbeitenden Ü55 bei der BZE AG zur Verfügung:
Die BZE AG ist Teil der Kampagne wiedereinsteigen.ch und fördert den Wiedereinstieg in den Pflegeberuf auch nach längerer Abwesenheit. Weitere Infos finden Sie unter: bzeag.ch/mini-bze/wiedereinstieg-pflegeExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.
Das Haus Mattli beim Alp Betagtenzentrum wird durch einen Ersatzneubau mit 72 Einzelzimmern ersetzt. Nachdem mit dem Neubau des Emmenfeld Betagtenzentrums 2015 ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft erreicht wurde, investiert die BZE AG damit gezielt in die Weiterentwicklung des Alp Betagtenzentrums.
Das heute separat stehende Gebäude «Mattli» an der Haldenstrasse bietet derzeit Platz für 21 Bewohnende. Aufgrund der fehlenden direkten Anbindung an das Hauptgebäude sowie grundlegender Defizite in der pflegerischen Infrastruktur entspricht es nicht mehr den Anforderungen an eine zeitgemässe Pflege und Betreuung. Auch die Nasszellen sind weder alters- noch behindertengerecht ausgestaltet.
Im Planungsauftrag (Wettbewerbsverfahren/Studienauftrag) vom Januar 2026 wird ausdrücklich festgehalten, dass die Mattli‑Bewohnenden in ihren bisherigen Zimmern bleiben dürfen, bis ihre Zimmer im Neubau bezugsbereit sind.
Erste Ergebnisse werden Ende 2026 vorliegen. Nach einer rund zweijährigen Planungs- und Bewilligungsphase ist 2029 der Baustart vorgesehen. Der Bezug ist etappiert ab 2030 geplant. Die Investitionen belaufen sich auf 37 Millionen Franken.