Hauptinhalt

Erfolgserlebnis an der First Lego League

25. April 2026
In den vergangenen Sommerferien waren nicht nur einige Schülerinnen und Schüler nervös und gespannt auf den Schulstart, sondern auch ich. Eine neue Stelle im Schulhaus Gersag 1 brachte für mich etwas Spannendes mit sich: die Begabten- und Begabungsförderung.

Die First Lego League ist ein Projekt der Firma Lego und der amerikanischen Stiftung First, die 1998 ins Leben gerufen wurde. Das hochgesteckte Ziel besteht darin, Kinder und Jugendliche möglichst früh für MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu begeistern.

Lego-Roboter-Duell
Bei der First Lego League treten zahlreiche Teams und Klassen aus der ganzen Schweiz mit ihren Lego-Robotern gegeneinander an. Diese Roboter müssen auf einem Spielbrett verschiedene Aufgaben lösen. Wer sich beim lokalen Turnier beweisen kann, qualifiziert sich für die Schweizermeisterschaft und möglicherweise anschliessend für die Europameisterschaft und schliesslich für die Weltmeisterschaft.

Seit den Herbstferien haben die Jugendlichen mit dem Bauen und Programmieren unseres Roboters begonnen. Sie haben sie sich für den Teamnamen «Lego Legends» entschieden. Sie waren durchgehend hoch motiviert und haben sich von Schwierigkeiten nie unterkriegen lassen.

Ein hoch konzentriertes Team «Lego Legends» (v.l.): Calisto, Gianna, Timon und Linus. (Bild: zvg)

Als Underdog ans Turnier
Am 10. Januar 2026 war es schliesslich so weit: Der Tag des Turniers war gekommen. Wir mussten früh morgens losfahren und mit dem Zug nach Windisch reisen. Insgesamt waren 14 Teams angereist. Mit nur vier Teammitgliedern gehörten wir zu den kleineren Teams und auch unsere Erfahrung sprach nicht für grosse Chancen, ganz vorne mitspielen zu können. Das hat uns aber nicht aufgehalten. Wir nahmen noch die letzten Änderungen am Programm vor und testeten es.

Dann ging es mit den drei Vorrunden los. Die erste Vorrunde lief gut, in den beiden folgenden traten jedoch Fehler auf, denen wir beim Testen nie begegnet waren. Am Nachmittag wurde dann verkündet, welche Teams es ins Viertelfinale geschafft hatten. Dank unserer starken Leistung in der ersten Runde haben wir es knapp geschafft. Die Freude war riesig, und wir haben direkt noch versucht, ein paar Fehler im Programm zu beheben.

Grandioser Halbfinal-Einzug
Leider konnten wir im Viertelfinale unsere starke Leistung aus der Vorrunde im Viertelfinale nicht wiederholen. Ich hatte die Hoffnung fast aufgegeben. Doch die Jugendlichen glaubten fest daran, dass es reichen würde. Als die Rangliste eingeblendet wurde, brach im Team Jubel aus. Wir hatten uns mit Platz vier für das Halbfinale qualifiziert!

Unsere Gegner im Halbfinale waren unter anderem das Team Mindfactory aus Baden und die Robotic Kids aus Reinach. Das waren zwei eingespielte Teams mit jahrelanger Erfahrung – wir waren wie ein lokaler Fussballverein gegen die Nationalmannschaft. Leider trat dann auch kein Wunder ein und unser Team blieb auf dem vierten Platz, sodass wir uns nicht für das Finale qualifizierten.

Trotz allem ist es eine grossartige Leistung, ohne grosse Vorerfahrung und Wissen direkt den vierten Platz zu erreichen! Wir vom Team Gersag 1 sind superstolz auf unser Team Lego Legends und wir freuen uns auf das nächste Turnier.

Autor: Joel Herzog

Menschen in einer Halle.
Das Team «Lego Legends» steht am unteren Tisch (v.l.): Linus, Timon, Gianna und Calisto. (Bilder: zvg)