Gemeinde Emmen
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Der Jahresbericht 2025 zeige eine angespannte Situation: «Die Zahl der Fälle im Kindesschutz ist hoch und die Problemlagen werden komplexer.» Besonders auffällig seien überforderte Eltern, steigender Schulabsentismus sowie zunehmende psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen, so die SP Emmen. Für sie ist klar: «Werden Schwierigkeiten nicht frühzeitig erkannt, führt dies später oft zu aufwändigen und kostenintensiven Massnahmen.»
Fokus auf Prävention und frühe Förderung
Die SP anerkennt bestehende AngeboteExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. wie Familienspielzeit oder Spieltraum als wichtige Begegnungsorte. Gleichzeitig sieht sie Handlungsbedarf: Elternarbeit und Elternbildung sollen besser vernetzt und systematisch ausgebaut werden. Angebote, insbesondere für belastete Familien, sollen breiter aufgestellt und bei Bedarf verbindlicher ausgestaltet werden können.
Erfolgreiche Elternarbeit basiere auf Vertrauen, betont die SP. Der Kontakt zu Familien solle möglichst früh entstehen und nicht erst bei Problemen. Niederschwellige Begegnungen im Alltag und Zusammenarbeit auf Augenhöhe seien zentrale Voraussetzungen.
Investition mit langfristigem Nutzen
Der Gemeinderat soll aufzeigen, welche personellen und finanziellen Mittel für einen Ausbau nötig sind. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob stärkere Investitionen in die frühe Förderung dazu beitragen können, spätere kostenintensive Massnahmen, wie etwa Fremdplatzierungen, zu reduzieren.
Für die SP ist klar: «Frühzeitige Unterstützung von Eltern ist nicht nur sozialpolitisch sinnvoll, sondern auch volkswirtschaftlich nachhaltig.» Problematischen Entwicklungen soll frühzeitig entgegengewirkt und die Entwicklungschancen von Kindern verbessert werden. Der Gemeinderat wird zu den Forderungen innerhalb eines Jahres Stellung nehmen, bevor der Einwohnerrat über das weitere Vorgehen entscheidet.