Gemeinde Emmen
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Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Emmen ist im Einwohnerrat auf breite Zustimmung gestossen: An seiner Sitzung vom 12. Mai 2026 genehmigte das Parlament den Abschluss einstimmig. Die Rechnung weist einen Ertragsüberschuss von knapp 4 Millionen Franken aus. Budgetiert war ursprünglich ein Defizit.
Matthias Lingg, Präsident der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK), würdigte in seinem Votum insbesondere die hohe Ausgabendisziplin innerhalb der Verwaltung. Gleichzeitig mahnte er mit Blick auf die Entwicklung in zentralen Aufgabenbereichen zur Vorsicht: «Die grösste Herausforderung liegt künftig im Bildungs- und Sozialbereich.» Auch die weiter steigende Nettoschuld pro Einwohnerin und Einwohner stimme nachdenklich. Die RGPK empfahl die Annahme der Rechnung einstimmig.
Auch aus den Fraktionen wurde das positive Ergebnis grundsätzlich begrüsst. Eddie Schubert (Die Mitte) sprach von einem «sehr erfreulichen Resultat» und erinnerte daran, dass Emmen bereits zum sechsten Mal in Folge mit einem positiven Abschluss abschliesst. Gleichzeitig warnte er vor falscher Sicherheit: «Wir müssen dranbleiben, nicht nervös werden und dürfen den Überblick nicht verlieren.»
«Wo Sonne scheint, gibt es auch Wolken»
Mehrere Votantinnen und Votanten wiesen darauf hin, dass die steigenden Kosten in den Bereichen Bildung, Soziales und Pflege die Gemeinde weiterhin stark fordern werden, zumal diese Ausgaben nicht oder nur begrenzt steuerbar sind. Claudia Stucki (SP) betonte, der finanzielle Spielraum bleibe trotz positivem Ergebnis eingeschränkt. Und Claudia Bachmann (FeE) brachte pointiert auf den Punkt: «Wir haben kein Ausgabenproblem, sondern ein Einnahmenproblem.»
Auch Finanzdirektor Christian Blunschi ordnete das Resultat differenziert ein: «Wo Sonne scheint, gibt es auch Wolken.» Die wirtschaftliche Entwicklung und die demografischen Veränderungen würden die Gemeindefinanzen zusätzlich unter Druck setzen. Klar sei deshalb auch: «Es wird nicht alles Wünschbare umsetzbar sein.»