Hauptinhalt

Mehr Engagement fürs Blutspenden in Emmen gefordert

21. Mai 2026
Die Mitte Emmen will die Blutspende in der Gemeinde gezielt stärken. Angesichts sinkender Spenderzahlen und steigender Nachfrage fordert sie mehr Information, bessere Rahmenbedingungen für das Gemeindepersonal und neue Angebote für die Bevölkerung.

In der Schweiz werden täglich rund 700 Blutspenden benötigt, um die medizinische Versorgung sicherzustellen. Die Mitte Emmen stellt jedoch fest, dass in der Gemeinde Emmen zunehmend ältere Menschen aus dem Kreis der Spendenden ausscheiden und gleichzeitig zu wenige neue Personen nachrücken. Dies, obwohl durch den Samariterverein Emmen und die Gruppo Donatori di Sangue regelmässig Blutspendeaktionen stattfinden.

Mit einem politischen Vorstoss fordert die Partei deshalb, dass die Gemeinde ihren Handlungsspielraum stärker nutzt und unterstützend eingreift. So soll das Gemeindepersonal regelmässig über Spendeaktionen informiert werden sowie über den aktuellen Stand des Blutspende-Barometers in der Region. «Zudem soll geprüft werden, ob den Mitarbeitenden für das Blutspenden während der Arbeitszeit ein angemessenes Zeitguthaben gewährt werden kann, um die Hürde für eine Spende zu senken», heisst es im Postulat.

Auch die breite Bevölkerung soll künftig noch gezielter auf die bestehenden Angebote in der Zentralschweiz aufmerksam gemacht werden. Zudem stellt sich die Frage, wie diese weiter ausgebaut werden können, etwa durch den zusätzlichen Einsatz eines Blutspende-Mobils an gut frequentierten Standorten. Der Gemeinderat wird das Postulat innert Jahresfrist beantworten, bevor es im Einwohnerrat behandelt wird.

Ein Unterarm bei dem Blut abgenommen wird.
Gesunde Menschen zwischen 18 und 65 Jahren können bis zu viermal jährlich Blut spenden. (Bild: zvg)