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Trockenheit im Wald: Erhöhte Vorsicht beim Waldbesuch

18. September 2026
Die anhaltende Trockenheit setzt den Wäldern im Kanton Luzern zu. Durch den Wassermangel können Äste und Kronenteile austrocknen und unerwartet abbrechen. Auch ganze Bäume können absterben und umstürzen. Wer sich im Wald aufhält, sollte deshalb besonders aufmerksam sein.

Wiederholte Hitzeperioden, starke Winde und wenig Niederschlag hinterlassen im Wald zunehmend Spuren. Trockene Äste oder geschädigte Bäume sind dabei nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Dadurch können insbesondere entlang von Wegen sowie bei Spielplätzen, Grillstellen und anderen Erholungseinrichtungen zusätzliche Gefahren entstehen.

Von einem Waldbesuch wird grundsätzlich nicht abgeraten. Der Wald bleibt jedoch ein Naturraum mit waldtypischen Gefahren. Waldbesuchende tragen deshalb auch Verantwortung für die eigene Sicherheit.

Mit besonderer Aufmerksamkeit unterwegs
Wer derzeit im Wald unterwegs ist, sollte einige einfache Vorsichtsmassnahmen beachten:

  • Signalisation beachten: Offizielle Wege und markierte Routen bevorzugen.
  • Gefahrenbereiche meiden: Nicht unter Bäumen mit dürren Ästen oder abgestorbenen Kronenteilen verweilen.
  • Wetterlage berücksichtigen: Bei starkem Wind oder Sturm auf einen Waldbesuch verzichten.

Die Folgen längerer Trockenperioden können den Wald noch über mehrere Jahre beschäftigen. Es ist zudem damit zu rechnen, dass geschwächte Bäume teilweise erst später absterben oder anfälliger für Schädlingsbefall werden.

Anspruchsvolle Situation für Forstfachleute
Die aktuelle Lage stellt Forstfachpersonen, Waldeigentümerschaften sowie die Verantwortlichen von Erholungseinrichtungen vor zusätzliche Herausforderungen. Sie beobachten den Zustand des Waldes laufend und beurteilen, wo Sicherungsmassnahmen notwendig sind.

Dabei sollen vorsorgliche, flächendeckende Fällungen vermieden werden. So lässt sich beobachten, welche Bäume sich von der Trockenheit erholen und gegenüber solchen Bedingungen besonders widerstandsfähig sind.

Sicherheit bei Erholungseinrichtungen
Bund, Kanton und Gemeinden unterstützen Sicherheitsholzereien bei Erholungsinfrastrukturen im Wald, beispielsweise bei Grillstellen oder Vitaparcours. Ziel ist es, die Gefahr durch umstürzende Bäume sowie herunterfallende Äste und Kronenteile möglichst zu reduzieren.

Gleichzeitig bleibt eine vollständige Beseitigung aller waldtypischen Gefahren nicht möglich. Umso wichtiger ist es, Hinweise vor Ort zu beachten und sich der aktuellen Situation entsprechend vorsichtig zu verhalten.

Wald langfristig widerstandsfähiger machen
Die zunehmenden Trockenperioden stellen den Wald auch langfristig vor Herausforderungen. Der Kanton Luzern unterstützt gemeinsam mit dem Bund die Waldeigentümerschaften dabei, die Wälder an veränderte klimatische Bedingungen anzupassen. Dazu gehören unter anderem die Förderung vielfältiger Baumarten und waldbauliche Massnahmen, die den Wald stabiler und widerstandsfähiger machen sollen.

Wer sich zur Zeit im Wald aufhält, sollte besonders aufmerksam sein. (Bild: zvg)