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Rüüssegg: Mit dem Spatenstich beginnt das nächste Kapitel

26. September 2026
Vom Plan zur Realität: Am 24. September 2026 wurde auf dem Rüüssegg-Areal am Seetalplatz der offizielle Spatenstich gefeiert. In den kommenden drei Jahren entsteht hier ein neues Quartier mit 344 Wohnungen, Gewerbeflächen und grosszügigen Freiräumen. Für die Entwicklung des Seetalplatzes markiert der Baustart einen weiteren wichtigen Meilenstein.

Noch braucht es etwas Vorstellungskraft. Wo künftig Menschen wohnen, arbeiten und sich begegnen werden, bestimmen derzeit Kies, Bauinstallationen und erste Arbeiten das Bild. Am 24. September 2026 griffen Vertreterinnen und Vertreter von Kanton, Gemeinde, dem Bauunternehmen Halter AG und den beteiligten Investoren symbolisch zur Schaufel und gaben damit den offiziellen Startschuss für die Realisierung des Projekts Rüüssegg.

Für Gemeinderat Andreas Roos steht der Spatenstich am Ende einer langen Vorgeschichte. In seiner Ansprache erinnert er an das Hochwasser von 2005 und die anschliessende grundlegende Neugestaltung des Gebiets rund um den Seetalplatz. Was zunächst mit Hochwasserschutz und einer neuen Verkehrslösung begann, schuf gleichzeitig die Voraussetzungen für einen neuen Stadtteil.

Vom Verkehrsknoten zum Stadtteil
«Es war ein Ort am Rand von Emmen – geprägt von Verkehr, Abstellflächen und Zwischenlösungen. Ein Ort, an dem man vorbeifuhr, aber kaum jemand auf die Idee kam, hier einmal zu wohnen», sagt Roos. Heute präsentiert sich die Situation grundlegend anders: Das 4Viertel ist längst Teil des Ortsbildes, die neue kantonale Verwaltung steht kurz vor der Eröffnung – und mit Rüüssegg kommt nun ein weiteres grosses Puzzleteil hinzu.

Auch der Kanton Luzern verweist beim Spatenstich auf diese Entwicklung. Peter Suter, Leiter Portfoliomanagement der kantonalen Dienststelle Immobilien, erinnert daran, dass die Investitionen in Verkehr und Hochwasserschutz die heutige städtebauliche Entwicklung überhaupt erst ermöglicht haben. Das Rüüssegg-Areal befindet sich im Eigentum des Kantons und wurde im Baurecht für die Realisierung des neuen Quartiers abgegeben.

Bis Ende 2029 entstehen auf dem rund 17'000 Quadratmeter grossen Areal insgesamt 344 Wohnungen: 186 Mietwohnungen, 58 gemeinnützige Wohnungen und 100 Stockwerkeigentumswohnungen. Hinzu kommen Büro- und Gewerbeflächen, Gemeinschaftsräume sowie naturnah gestaltete Aussenräume. Die 186 Mietwohnungen werden von La Foncière Urban Development realisiert. Bei den 58 gemeinnützigen Wohnungen engagiert sich die Utilita Anlagestiftung für gemeinnützige Immobilien mit ihrer Tochtergesellschaft Vivanta AG. Die 100 Stockwerkeigentumswohnungen entwickelt und verkauft Halter.

«Das Leben darin schaffen die Menschen»
Dass der Weg bis zum Baustart einige Jahre dauerte, liegt auch an der Dimension des Vorhabens. Das Baugesuch wurde im August 2023 eingereicht, im Frühjahr 2024 öffentlich aufgelegt. Nach der Prüfung und verschiedenen Anpassungen konnte die Gemeinde Emmen im April 2025 die Baubewilligung erteilen.

Für Andreas Roos geht die Bedeutung von Rüüssegg jedoch weit über Gebäude und Kennzahlen hinaus. «Ein Stadtteil entsteht erst dann, wenn Menschen hier wohnen, arbeiten, sich begegnen, Kinder spielen, Nachbarn miteinander ins Gespräch kommen und Plätze und Freiräume tatsächlich genutzt werden», hält er fest. Die Architektur könne dafür den Rahmen schaffen – «das Leben darin schaffen die Menschen».

Mit dem Spatenstich hat dieser Rahmen nun begonnen, konkrete Formen anzunehmen. Oder, wie Gemeinderat Andreas Roos es formuliert: «Heute wird aus einer Idee ein Stück Zukunft.»

Impressionen vom Spatenstich finden sich in der Bildergalerie. Alle Infos zum Projekt Rüüssegg gibt’s unter rüüss-egg.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet..

Spatenstich Rüüssegg
Jetzt wird gebaut: Die Projektbeteiligten zelebrieren den Spatenstich auf dem Rüüssegg-Areal. (Bild: pbu)