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Grundwasserpumpwerk Kirchfeld: Die Zukunft der Wasserversorgung nimmt Gestalt an

28. Oktober 2026
Wasserhahn auf, Glas gefüllt, Durst gelöscht. Was für uns selbstverständlich ist, braucht im Hintergrund eine leistungsfähige Infrastruktur. Mit dem neuen Grundwasserpumpwerk Kirchfeld investiert die Wasserversorgung Emmen in die Zukunft. Seit dem Spatenstich im September 2025 ist viel passiert. Nun nimmt das Bauwerk auch oberirdisch zunehmend Gestalt an.

Es fliesst und fliesst und fliesst. Tag für Tag, rund um die Uhr. Sauberes Trinkwasser in ausreichender Menge, direkt aus dem Boden und ohne aufwendige Aufbereitung. Ein Privileg, das im Alltag kaum Beachtung findet. Dass dies auch künftig so bleibt, dafür sorgt die Wasserversorgung Emmen. Unter anderem mit dem Neubau des Grundwasserpumpwerks Kirchfeld, wo seit gut einem Jahr fleissig gebaut wird.

Und zwar nicht nur an der Oberfläche. Ein wesentlicher Teil der Arbeiten hat sich buchstäblich im Untergrund abgespielt. Zwei Förderbrunnen wurden bis in eine Tiefe von 23 Metern gebohrt und mit vertikalen Chromstahlrohren ausgestattet. Diese haben einen Durchmesser von 1,2 Metern und sind mit Öffnungen versehen, durch die das Grundwasser einströmen kann. Gefasst wird das kostbare Nass rund zwölf Meter unter der Erdoberfläche.

Vom Untergrund in die Höhe
Inzwischen sind die Brunnen erstellt, die Pumpversuche abgeschlossen und die erforderlichen Werkleitungen bis zum Gebäude verlegt. Auch der Rohbau steht. «Aktuell wird die Fassade erstellt, parallel dazu beginnen die Arbeiten am Innenausbau», erklärt Rolf Schmid, Leiter Bereich Wasserversorgung Emmen. Im November 2026 folgen die Rohrleitungsinstallationen im Gebäude.

Bis das erste Wasser aus dem Kirchfeld ins Emmer Leitungsnetz fliesst, braucht es allerdings noch etwas Geduld. Neben dem gesamten technischen Innenausbau steht unter anderem die Erstellung der Trafostation durch die CKW an. Läuft alles nach Plan, soll das neue Pumpwerk im Mai 2027 in Betrieb gehen.

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Investition in die Versorgungssicherheit
Doch weshalb braucht Emmen überhaupt ein neues Grundwasserpumpwerk? Schliesslich kommt das Wasser heute zuverlässig aus dem Hahn. Der Grund liegt bei der bestehenden Anlage Stichermatt, die ersetzt werden muss. Weil die geltenden Anforderungen an die Grundwasserschutzzonen am bisherigen Standort nicht mehr erfüllt werden können, wird das Pumpwerk ausser Betrieb genommen.

Mit dem Neubau im Kirchfeld schafft die Wasserversorgung Emmen die Voraussetzungen, um die Trinkwasserversorgung langfristig sicherzustellen. Und dies weit über die Gemeindegrenzen hinaus: Rund 45'000 Menschen werden heute durch die Wasserversorgung Emmen und ihre Partnergemeinden mit Trinkwasser beliefert.

Rund 5,5 Millionen Franken kostet das neue Pumpwerk. Eine beträchtliche Investition in eine Infrastruktur, deren Bedeutung sich oft erst dann zeigt, wenn sie einmal nicht funktioniert.

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Ein kostbares Gut aus dem Emmer Boden
Für Rolf Schmid ist das Bauprojekt auch persönlich etwas Besonderes. In guter Erinnerung geblieben ist ihm der Spatenstich im September 2025. Besonders freut ihn aber auch die konstruktive Zusammenarbeit mit den beteiligten Emmer Unternehmen, den Nachbarn und den Grundeigentümern.

Am meisten begeistert ihn jedoch das, worum sich letztlich alles dreht: das Wasser selbst. «Es ist immer wieder erstaunlich, in welcher Qualität und Menge uns das Grundwasser zur Verfügung steht», sagt Schmid. Ein geologischer Glücksfall, der keineswegs selbstverständlich ist.

Seine wichtigste Botschaft an die Bevölkerung bringt der Wasserversorger deshalb auf einen einfachen Nenner: «Wir haben qualitativ bestes Wasser aus unserem Boden. Tragen wir Sorge dazu.»

Damit dies auch in Zukunft so bleibt, wird im Kirchfeld weiter gebaut. Für ein Gut, das täglich aus unseren Hähnen fliesst – und dessen Wert kaum hoch genug eingeschätzt werden kann.

Rolf Schmid, Leider Bereich Wasserversorgung.
Rolf Schmid vor dem neuen Grundwasserpumpwerk Kirchfeld. (Bild: pbu)