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Meierhöfli Metti: Bebauungsplan geht in die politische Beratung

20. August 2026
Mehr Wohnraum, neue Freiräume und kurze Wege: Das Gebiet Meierhöfli Metti soll sich langfristig zu einem dichten und durchmischten Quartier entwickeln. Mit dem Bebauungsplan liegt nun der verbindliche Rahmen dafür vor. Am 15. September 2026 berät der Einwohnerrat die Vorlage in erster Lesung.

Das knapp 24'400 Quadratmeter grosse Areal zwischen Seetal-, Fichten-, Eschen- und Meierhöflistrasse ist heute vergleichsweise locker bebaut. Rund 130 Wohnungen befinden sich auf dem Gebiet, dazu kommen verschiedene gewerblich genutzte Gebäude und Zwischennutzungen. Künftig sollen auf derselben Fläche rund 330 Wohnungen sowie etwa 1000 Quadratmeter für Gewerbe, Gastronomie und Dienstleistungen Platz finden.

Damit wird das Areal deutlich stärker genutzt als heute – und leistet einen Beitrag zur Siedlungsentwicklung nach innen. Gleichzeitig soll ein vielfältiges Quartier für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen entstehen. Geplant sind kleinere Wohnungen ebenso wie Familienwohnungen und für Wohngemeinschaften geeignete Einheiten. Hinzu kommen rund 350 Quadratmeter gemeinschaftlich nutzbare Räume. Auch preisgünstiger Wohnraum wird verbindlich eingefordert: Von der gegenüber der bisherigen Bau- und Zonenordnung zusätzlich möglichen Wohnfläche sind mindestens 25 Prozent preisgünstig zu realisieren.

Der Bebauungsplan legt fest, wo und in welchem Umfang gebaut werden darf. Die höchste Dichte konzentriert sich entlang der Seetalstrasse, wo Neubauten mit bis zu sieben Geschossen vorgesehen sind. Dahinter nimmt die Höhe schrittweise ab. Entlang der Fichtenstrasse ergänzen ein neungeschossiger und zwei sechsgeschossige Neubauten die beiden bestehenden Hochhäuser der Wohnbaugenossenschaft Emmen.

Freiräume verbinden das neue Quartier
Verdichtung findet im Meierhöfli Metti nicht nur zwischen Hausfassaden statt. Ebenso wichtig sind die Räume dazwischen. Öffentliche Fusswegverbindungen in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung sollen das heute wenig durchlässige Gebiet öffnen und besser mit der Umgebung verknüpfen.

Geplant sind unterschiedliche Plätze, Grünbereiche sowie ein zentraler Hof als Grün- und Begegnungsraum für die Bewohnenden. Spielmöglichkeiten, Aufenthaltsorte und Rückzugsräume sollen ebenso Platz finden wie ein gemeinschaftlich genutzter Pavillon. Ein hoher Anteil unversiegelter Flächen, standortgerechte Bäume und Pflanzen sowie die möglichst lokale Bewirtschaftung des Regenwassers tragen dazu bei, das Quartier auch an heissen Tagen angenehm zu gestalten.

Die zentrale Lage bietet gute Voraussetzungen, um einen grossen Teil der Wege zu Fuss, mit dem Velo oder dem öffentlichen Verkehr zurückzulegen. Entsprechend setzt das Mobilitätskonzept klare Leitplanken: Im gesamten Gebiet sind mindestens 1114 Veloabstellplätze vorgesehen. Für Autos dürfen zwischen 129 und maximal 259 Parkplätze erstellt werden, mindestens vier davon für Carsharing-Fahrzeuge. Sämtliche Autoabstellplätze müssen zudem so vorbereitet werden, dass sie bei Bedarf mit individuell abrechenbaren Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausgerüstet werden können.

Mehrjähriger Planungsprozess
Dem Bebauungsplan geht ein mehrjähriger Planungsprozess voraus. Nach einer Verdichtungsstudie wurden 2022 zwei Studienaufträge durchgeführt. Die daraus hervorgegangenen Siegerprojekte wurden weiterentwickelt und der Bevölkerung 2023 als Richtprojekte zur Mitwirkung vorgelegt.

Von November 2023 bis März 2026 folgte die Erarbeitung des eigentlichen Bebauungsplans. Parallel zur kantonalen Vorprüfung fand vom 11. Mai bis 9. Juni 2026 eine weitere öffentliche Mitwirkung statt. Eingaben gingen von den Ortsparteien Die Mitte und Grüne sowie vom Quartierverein Meierhöfli und Umgebung ein. Änderungen am Bebauungsplan wurden aufgrund der Stellungnahmen keine vorgenommen.

Auch der Kanton beurteilt die Planung positiv. In seinem Vorprüfungsbericht hebt er insbesondere die städtebauliche und freiräumliche Qualität, die abgestufte Gebäudehöhe sowie die publikumsorientierten Erdgeschossnutzungen entlang der Seetalstrasse hervor.

Nun beginnt die politische Beratung. Der Bebauungsplan wird am 15. September 2026 in erster Lesung im Einwohnerrat behandelt. Weitere Infos und sämtliche Projektunterlagen sind unter mitwirken.emmen.ch/meierhoefli-mettiExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. verfügbar.

Visualisierung der geplanten Entwicklung Meierhöfli Metti. Auf dem Areal sollen künftig rund 330 Wohnungen sowie Flächen für Gewerbe, Gastronomie und Dienstleistungen entstehen. (Visualisierung: Gemeinde Emmen)