Haupinhalt

Erweiterung Schulanlage Meierhöfli: Siegerprojekt steht fest

5. Juni 2024
Zusätzlicher Schulraum, mehr Betreuungsplätze, eine neue Doppelsporthalle, eine Kulturhalle und ökologisch aufgewertete Aussenräume: Das Siegerprojekt für die nötige Erweiterung der Schulanlage Meierhöfli überzeugt gleich in mehreren Punkten und liefert in der Gesamtheit ein fruchtbares Fundament für eine zukunftsweisende Quartierentwicklung.

Als Sieger aus der Gesamtleistungssubmission ist das Team Erne AG Holzbau (Laufenburg, AG) mit Dahinden Heim Partner Architekten AG (Winterthur, ZH) sowie Fahrni Landschaftsarchitekten GmbH (Luzern, LU) hervorgegangen. Das Projekt setzte sich gegen drei Mitbewerberteams durch und umfasst die Erweiterung der Schulanlage Meierhöfli mittels eines zweigeschossigen Neubaus mit Doppelsporthalle und darüber liegenden Unterrichtsräumen für sechs Primarklassen. Zudem ist vorgesehen, die Aussenräume umfassend zu erneuern, die Schulanlage barrierefrei zugänglich zu machen sowie die bestehenden Bauten sowohl energetisch aufzuwerten und erbebensicher zu machen als auch funktional anzupassen, um so Räume für die Tagesstrukturen, das Vereins-, Kultur- und Quartierleben zu schaffen. Das Projekt kostet 31,4 Millionen Franken und soll in zwei Etappen bis im Sommer 2028 umgesetzt werden.

Konzeptionell und wirtschaftlich überzeugendes Siegerprojekt
Im Wettbewerbsverfahren vermochte das Siegerprojekt insbesondere mit dem stimmigen Gesamtkonzept zu punkten. Sowohl die baulichen Massnahmen im Bestand als auch der zweigeschossige Neubau überzeugen die Fachjury. «Die äusserst kompakte Anlage des Neubaus schafft grosszügige Verhältnisse im Aussenraum, die für eine vielfältige Nutzung und ein sinnvolles ökologisches Konzept sehr gut genutzt werden» heisst es etwa in der Würdigung. Mit den tiefsten Investitionskosten, den tiefsten Lebenszykluskosten und den tiefsten Betriebskosten weiss das Erne-Projekt ferner auch in wirtschaftlicher und betrieblicher Hinsicht zu überzeugen.

Das aus Holz und Beton konzipierte Neubauvolumen fasst die notwendige Schulraumerweiterung kompakt in einem Gebäude zusammen, fügt sich ideal in die 1956 erstellte Schulanlage ein, erzeugt ein zusammenhängendes Ensemble und ermöglicht den Erhalt der grosszügigen Umgebung. Die Doppelsporthalle im Untergeschoss schafft dringend benötigte Hallenkapazitäten und kommt nebst dem schulischen Sportunterricht namentlich den Emmer Sportvereinen zugute. Das darüber liegende Primarschulgeschoss wird durch die Sheddächer optimal belichtet, die ihrerseits eine Reminiszenz an das industrielle Erbe der Gemeinde Emmen sind.

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Im Untergeschoss liegen die beiden Hallenfelder der Doppelsporthalle.
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Im Obergeschoss teilen sich zwei Klassenzimmer jeweils einen direkt zugänglichen Gruppenraum.

Stärkung für das gesamte Quartier
Im bestehenden Schulgebäude werden durch bauliche Massnahmen die notwendigen Gruppen- und Förderräume geschaffen. Im Spezialtrakt mit der ehemaligen Hauswartwohnung entstehen die Räume für die Tagesstrukturen. Die Einfachturnhalle wird als Kulturhalle umgebaut, die multifunktional von Vereinen, von der Schule, den Tagesstrukturen und von der Quartierbevölkerung genutzt werden kann. Die Halle bietet Platz für bis zu 300 Personen und verfügt über Infrastrukturen für Konzerte, Vereinsversammlungen und andere kulturelle Anlässe.

Die Schulanlage Meierhöfli ist bereits heute stark überbelegt und liegt in jenem Einzugsgebiet der Gemeinde mit dem grössten Wachstum, wodurch sich der Schulraumbedarf weiter akzentuieren wird. Gerade in der gelungenen Kombination aus der neuen Doppelsporthalle mit zusätzlichen Schulräumen und der funktional durchdachten Erweiterung der bestehenden Gebäude liege denn auch der grosse Mehrwert des Siegerprojekts, betont Gemeinderat Brahim Aakti. «Das Projekt schafft dringend benötigte Unterrichts- und Betreuungsräume für die Schule und die Tagesstrukturen und reduziert gleichzeitig das Defizit an Sporthallenflächen für den Schul-, Vereins- und Freizeitsport. Durch das vielfältige Angebot an unterschiedlichen Freiräumen, Plätzen und Grünflächen gewinnt die Schulanlage zudem als öffentlicher Aufenthalts- und Begegnungsort deutlich an Attraktivität.»

Das Quartier insgesamt werde dadurch gestärkt, ist Bildungs- und Kulturdirektor Aakti überzeugt, der insbesondere in der Kulturhalle grosses Potential ortet, zu einem neuen Emmer Lieblingsort und Quartiertreffpunkt zu werden, der die soziale Integration im Quartier weiter fördert und das Projekt «Bildungslandschaft Meierhöfli» unterstützt.

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Die Freiraumqualitäten der bestehenden Schulanlage werden verbessert.

Volksabstimmung im September 2024
Die Umsetzung des 31,4-Millionen-Projekts sieht vor, in einer ersten Etappe von Januar 2026 bis Juli 2027 den Neubau mit der Doppelsporthalle und dem Schulraum zu erstellen. In der zweiten Etappe von Juli 2027 bis Juli 2028 soll dann der Spezialtrakt mit der alten Sporthalle umgebaut und die räumlichen Anpassungen und Umnutzungen in den anderen Bestandesbauten durchgeführt werden. Als Provisorium für die Nutzung der jeweils betroffenen Räume steht in dieser Phase der Neubau zur Verfügung. Zunächst allerdings geht das Projekt zur Genehmigung am 2. Juli 2024 in den Einwohnerrat (Bericht und Antrag 24/24), ehe die Emmer Stimmbevölkerung am 22. September 2024 an der Urne über den Baukredit befindet.

 

Projektausstellung

Das Siegerprojekt für die Erweiterung der Schulanlage Meierhöfli wird vom 6. Juni bis 5. Juli 2024 zu Unterrichtszeiten im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung im Schulhaus Meierhöfli präsentiert.

 

Siegerprojekt Meierhöfli
Visualisierung des Neubaus mit Doppelsporthalle und darüber liegendem Primarschulgeschoss. (Bilder: zvg)