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Mehr Integration im Alltag: SP setzt auf «Schlüsselpersonen»

28. Februar 2026
Ein neues Netzwerk von «Schlüsselpersonen» könnte in Emmen künftig Brücken zwischen Sprach- und Herkunftsgruppen, Behörden und Institutionen schlagen. Die SP fordert mit einem Postulat, diesen Ansatz zu prüfen und gezielt umzusetzen. Das Ziel: stärkerer Zusammenhalt durch mehr Integration.

Gutes Zusammenleben in einer vielfältigen Gemeinde braucht mehr als gute Absichten: Es braucht Menschen, die mitten im Alltag verankert sind und sowohl die Lebenswelt als auch die Sprache unterschiedlicher Gruppen kennen. Solche «Schlüsselpersonen» sind in anderen Gemeinden bereits als Brückenbauerinnen und Brückenbauer unterwegs. Sie informieren Zugewanderte über Angebote, Rechte und Pflichten, helfen bei der Orientierung im Alltag und fördern den Austausch zwischen Bevölkerung, Behörden und Institutionen.

Mit einem Postulat (11/26) möchte die SP nun prüfen lassen, wie ein solches Netzwerk auch in Emmen aufgebaut und betrieben werden könnte. Ziel sei es, die Teilnahme von Migrantinnen und Migranten am gesellschaftlichen Leben zu stärken, die Kommunikation zwischen Behörden, Schulen, Fachstellen und Bevölkerung zu verbessern sowie die Integrationsarbeit gezielter und wirkungsvoller zu gestalten.

Die SP betont in ihrem Vorstoss die langfristige Bedeutung eines solchen Ansatzes: «Ein solches Netzwerk ist ein wichtiger Beitrag zu einer offenen und zukunftsorientierten Gemeindeentwicklung in Emmen», schreibt die Partei. Entsprechend soll der Gemeinderat klären, wie ein Netzwerk organisatorisch angesiedelt werden kann, wie Rekrutierung, Weiterbildung und Begleitung ausgestaltet werden sollen und welche finanziellen sowie personellen Ressourcen dafür notwendig sind. Auch mögliche Fördermittel sollen geprüft werden.

Ein Netzwerk von Schlüsselpersonen soll den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Emmen stärken, so die Idee hinter dem Postulat der SP. (Bild: pbu)