Gemeinde Emmen
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Als Begründung für ihre Forderung nennt die Mitte den starken Anstieg von Kartonabfällen durch den Onlinehandel. «Der Boom des Onlinehandels führt zu mehr ‹Päckli› und damit zu mehr Kartonabfall», heisst es im Vorstoss (12/26). Gleichzeitig sei es vielerorts schwierig, zusätzliche Kartoncontainer aufzustellen – häufig schlicht aus Platzgründen.
Auch die Situation für Gewerbebetriebe wird im Postulat thematisiert. Seit Ende 2025 werden Kartontouren für Betriebe nicht mehr wie früher breit angeboten, sondern nur noch für angemeldete Gewerbebetriebe durchgeführt. Nach Ansicht der Mitte stellt dies insbesondere kleinere Unternehmen vor zusätzliche Herausforderungen.
Viele Betriebe müssten ihre Kartonabfälle nun über private Anbieter entsorgen oder selbst zum Ökihof bringen. Dies verursache zusätzliche Fahrten und Kosten und sei «ökologisch nicht sinnvoll», argumentiert die Partei.
Mehrkosten von rund 100'000 Franken
Die Kartonentsorgung ist in Emmen bereits seit einiger Zeit Gegenstand politischer Diskussionen. Frühere Vorstösse aus dem Einwohnerrat machten auf überfüllte Kartoncontainer und zugestellte Deponien in Wohnquartieren aufmerksam.
Der Gemeinderat hielt in seinen Antworten fest, dass die Abfallbewirtschaftung hauptsächlich beim Gemeindeverband Real liegt. Eine Verdichtung der Sammlung wäre zudem mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Eine zweiwöchentliche Kartonabfuhr würde gemäss Abklärungen rund 100'000 Franken pro Jahr kosten und wäre mit der bestehenden Fahrzeugflotte derzeit nicht umsetzbar.
Das jüngst eingereichte Postulat der Mitte wird der Gemeinderat innert Jahresfrist beantworten.