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«stop2drop»: Schluss mit Zigistummeln auf Emmer Böden

11. April 2026
Ob auf Spielplätzen, in Wäldern oder auf Strassen: Zigarettenstummel gehören zu den häufigsten Formen von Littering und stellen ein hartnäckiges Umwelt- und Gesundheitsproblem dar. Mit einer breit angelegten Sensibilisierungskampagne geht Emmen nun gegen dieses Übel vor.

Sie sind klein, unscheinbar und eines der grössten Littering-Probleme überhaupt: Zigarettenstummel. Dass die gesundheits- und umweltschädlichen Kippen nicht achtlos in die Welt geschnippt gehören, sollte eigentlich Common Sense sein. Und doch landen tagtäglich tausende von ihnen auf unseren Böden, in Wäldern und Gewässern, auf Sportanlagen, Spielplätzen und Schularealen.

Der Gemeinderat möchte dieser Unsitte nun verstärkt entgegenwirken. Konkret beteiligt sich Emmen an der nationalen Sensibilisierungskampagne «stop2drop». Diese will mit klaren Botschaften und kreativen Aktionen genau dort ansetzen, wo das Problem entsteht: beim Verhalten der Raucherinnen und Raucher.

Die Kampagne ist eine direkte Reaktion auf ein Postulat (25/25) der SP. Dieses fordert eine verstärkte Sensibilisierung der Bevölkerung bezüglich der korrekten Entsorgung von Zigarettenstummeln im öffentlichen Raum, um «das achtlose Wegwerfen zu reduzieren und damit die Umwelt, Gesundheit und unsere Gemeinde zu schützen und sauber zu halten.»

Ein Puzzleteil von vielen
Mit «stop2drop» setzt Emmen auf ein weiteres Puzzleteil in der Litteringbekämpfung und baut auf bestehenden Massnahmen auf, darunter zusätzliche Abfallbehälter mit integrierten Aschenbechern sowie neue Standorte an stark frequentierten Orten. Gleichzeitig wird die Reinigung gezielt gesteuert: Mithilfe eines digitalen Monitoringsystems werden Verschmutzungsschwerpunkte erfasst, damit der Werkdienst dort eingreifen kann, wo es am nötigsten ist.

Auch die Sensibilisierung spielt in Emmen schon länger eine zentrale Rolle. Ob Schulprojekte, Abfallspaziergänge oder Aktionen mit Quartiervereinen: die Bevölkerung wird aktiv einbezogen. Ziel ist es dabei stets, das Bewusstsein für einen sorgfältigen Umgang mit dem öffentlichen Raum zu stärken, wie der Gemeinderat betont.

Generelles Rauchverbot auf Schul- und Spielplätzen?
Die Kampagne «stop2drop» startet am 12. Mai 2026 und dauert zwei bis drei Monate. Sie richtet sich ausdrücklich gegen Zigaretten-Littering und setzt gleichzeitig einen Fokus auf rauchfreie und saubere Spielplätze. Auch hierauf legt der Vorstoss der SP einen Finger. Geht es nach den Sozialdemokraten, soll auf sämtlichen Schularealen und Spielplätzen in Emmen ein durchgehendes Rauchverbot gelten.

Hierzu hält der Gemeinderat fest, dass auf den Emmer Schularealen bereits heute während der Schulzeiten ein Rauchverbot gilt. Ein generelles Rauchverbot, also auch ausserhalb des Schulbetriebs, würde jedoch zu «Konflikten bei diversen Veranstaltungen» führen und sei schwer um- und durchsetzbar, gibt die Exekutive zu Bedenken.

Hinweistafeln weisen ferner darauf hin, dass auf den Spielplätzen innerhalb von Schularealen das Rauchen ganztätig untersagt ist. Für weitere öffentliche Spielplätze werde die Situation im Rahmen der Spielplatzstrategie überprüft, schreibt der Gemeinderat. Ob ein generelles Rauchverbot ausgeweitet wird, sei derzeit noch offen.

Der Einwohnerrat wird das Geschäft an seiner Sitzung vom 12. Mai 2026 behandeln. Die vollständige Traktandenliste findet sich unter emmen.ch/einwohnerrat.

Zigarettenstummel auf dem Boden.
Unschön und schädlich: Zigarettenstummel sind das weltweit am häufigsten weggeworfene Abfallprodukt. (Bild: zvg)