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Sanierung Gerliswilstrasse: Projekt geht ins Kantonsparlament

14. April 2026
Die geplante Aufwertung der Gerliswilstrasse nimmt Fahrt auf: Der Regierungsrat des Kantons Luzern beantragt dem Kantonsrat einen Sonderkredit von 9,6 Millionen Franken. Ziel ist es, den stark belasteten Abschnitt zwischen Central und Sonnenplatz sicherer, ruhiger und insgesamt attraktiver zu gestalten.

Die Ausgangslage ist bekannt – und spürbar: Rund 11’000 Fahrzeuge täglich, regelmässige Staus zu Spitzenzeiten und Busse, die ihren Fahrplan kaum einhalten können. Gleichzeitig fehlt es an sicheren Lösungen für den Veloverkehr. «Die Strasse ist lärmig, eng und der Platz begrenzt», hält der Kanton in seiner Mitteilung fest.

Mit dem beantragten Kredit soll die Gerliswilstrasse gezielt neu gestaltet werden. Vorgesehen ist unter anderem ein Velostreifen in Richtung Sonnenplatz. Dafür werden die Längsparkfelder aufgehoben, die bereits heute aus Sicherheitsgründen problematisch sind und so nicht mehr zulässig wären, schreibt der Kanton. Als Ersatz entstehen zentral gelegene Schrägparkplätze für Kundinnen und Kunden der umliegenden Geschäfte. Für den Güterumschlag werden separate Zonen auf dem Trottoir definiert.

Verbesserungen für Bus, Fuss und Velo
Ein zentrales Element des Projekts ist zudem die Einführung von Tempo 30 auf dem gesamten Abschnitt. Diese soll nicht nur die Verkehrssicherheit erhöhen, sondern auch den Verkehrsfluss verbessern und die Lärmbelastung spürbar senken. Ergänzt wird dies durch einen lärmmindernden Belag sowie, wo nötig, durch Schallschutzfenster bei einzelnen Liegenschaften.

Auch der öffentliche Verkehr profitiert: Die Bushaltestelle «Krauerstrasse» wird hindernisfrei ausgebaut, und die Busse halten künftig in beiden Richtungen direkt auf der Fahrbahn. Das erhöht die Fahrplanstabilität. Für Fussgängerinnen und Fussgänger werden Übergänge optimiert und Schutzinseln geschaffen.

Zusätzlich sieht das Projekt neue Baumreihen und eine gestalterische Aufwertung des Strassenraums vor, abgestimmt auf das städtebauliche Gesamtkonzept der Gemeinde Emmen. Ziel ist eine Strasse, die nicht nur funktioniert, sondern auch Aufenthaltsqualität bietet.

Rund ein Jahr Bauzeit geplant
Die Bauarbeiten sollen in mehreren Phasen erfolgen. Während rund sieben Monaten ist ein Einbahnverkehr notwendig. Insgesamt wird mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr gerechnet, wobei der Deckbelag erst im Folgejahr eingebaut wird.

Das Projekt ist Teil des Agglomerationsprogramms Luzern der 1. Generation. Der Bund beteiligt sich mit rund vier Millionen Franken an den Kosten. Mit dem Kreditantrag liegt der Entscheid nun beim Luzerner Kantonsrat. Weitere Infos zum Projekt gibt’s auf der ProjektwebsiteExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet..

Gerliswilstrasse Blick Richtung Sonnenplatz.
Eng, lärmig, unattraktiv und vor allem für Velofahrerinnen und -fahrer ein gefährliches Pflaster: Die Gerliswilstrasse weist in mehrerer Hinsicht Sanierungsbedarf auf. (Bild: pbu)