Gemeinde Emmen
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In Emmen stehen insgesamt 1657 Strassen- und Wegleuchten. Der Grossteil davon wird noch mit konventionellen Natriumdampflampen betrieben. Diese verbrauchen deutlich mehr Strom als moderne LED-Leuchten. Mit der geplanten Umrüstung lässt sich der Energieverbrauch um rund 70 bis 75 Prozent reduzieren. Gleichzeitig sollen unnötige Lichtemissionen vermieden und damit Tiere, Pflanzen sowie die Bevölkerung entlastet werden.
Die Gemeinde will künftig also nicht einfach nur stromsparender, sondern gezielter beleuchten. Im Rahmen der laufenden Projektierung wird deshalb jede Leuchte genau unter die Lupe genommen: Wo braucht es Licht aus Gründen der Sicherheit und Orientierung? Wo kann die Leistung reduziert werden? Und wo erfüllt eine Leuchte keinen öffentlichen Zweck mehr?
Punktuelle Abschaltungen im Versuch
Auf Empfehlung des mit dem Umrüstungskonzept beauftragten Fachplaners werden an verschiedenen Standorten einzelne Leuchten versuchsweise ausgeschaltet. Betroffen sind vor allem naturnahe Bereiche am Waldrand, in der Nähe von Hecken und Bächen und im offenen Feld, wie beispielsweise die Leuchten im Gebiet Rotterswil, Neu Adlige und Waltwil, beim Härdschwand- und Horütiwald und entlang des Waldibachwegs.
Die Versuche sollen zeigen, ob die Beleuchtung an diesen Orten tatsächlich benötigt wird und welche Auswirkungen eine Abschaltung auf Sicherheit, Orientierung und Umgebung hat. Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen anschliessend in das definitive Beleuchtungskonzept ein.
Die punktuellen Abschaltungen sind Teil eines umfassenden Modernisierungsprojekts. Neben sparsamen LED-Leuchten prüft die Gemeinde auch ein intelligentes Steuerungssystem. Damit könnten Lichtstärke sowie Ein- und Ausschaltzeiten künftig flexibel angepasst und Störungen frühzeitig erkannt werden. Das Ziel bleibt dabei klar: so viel Licht wie nötig und so wenig wie möglich.