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Wie hitzetauglich sind Emmer Schulen?

27. September 2026
Heisse Tage, aufgeheizte Schulzimmer: Der jüngste Hitzesommer hat gezeigt, dass hohe Temperaturen den Schulalltag zur Herausforderung machen können. Sind die Emmer Bildungsstätten für zukünftige Hitzeperioden gewappnet? Ein politischer Vorstoss soll Antworten liefern.

«Überhitzte Schulräume sind kein Komfortproblem. Sie können den Lernerfolg erheblich beeinträchtigen», schreibt Carlo Severini (Grüne) im politischen Vorstoss. Das Thema findet dabei Unterstützung über das gesamte politische Spektrum hinweg: Mitunterzeichnet haben Einwohnerratsmitglieder verschiedener Parteien von links bis rechts.

Zum einen geht es um die aktuelle Situation und Datengrundlage: Werden an den Emmer Schulen systematisch Temperaturen gemessen? Wo besteht besonderer Handlungsbedarf? Und verfügt Emmen über eine umfassende Hitzeschutzstrategie für Schulen und Tagesstrukturen? Die Einwohnerratsmitglieder wollen zudem wissen, welche Vorgaben heute für den Umgang mit extremer Hitze gelten.

Gemeinde, Kanton und Bund gemeinsam gefordert
Hintergrund ist auch eine nationale Debatte: Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz fordert in einem im Mai veröffentlichten PositionspapierExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. einen verbindlichen Stufenplan für den Schulbetrieb bei Hitze. Damit sollen Schulleitungen von schwierigen Einzelfallentscheidungen entlastet und ein einheitlicher Umgang mit Hitzeperioden ermöglicht werden.

Dabei gehe es auch um Chancengerechtigkeit: «Gute Lern- und Arbeitsbedingungen dürfen nicht davon abhängen, ob ein Schulhaus bereits saniert ist oder wie gross die finanziellen Möglichkeiten einer Gemeinde sind», heisst es im Papier. Der Verband fordert einen Wechsel von kurzfristigen Notlösungen hin zu einem systematischen, präventiven und rechtlich abgestützten Hitzemanagement für die ganze Schweiz.

Die Frage nach einem verlässlichen Hitzeschutz stellt sich jedoch auch unmittelbar auf kommunaler Ebene. Im Kanton Luzern teilen sich Kanton und Gemeinden die Verantwortung für die Volksschule. Während der Kanton den Rahmen vorgibt, sind die Gemeinden für die Gestaltung und den Vollzug des kommunalen Volksschulangebots zuständig. Dazu gehören etwa die Erstellung, der Betrieb und der Unterhalt der Schulgebäude.

Im politischen Vorstoss wird deshalb auch gefragt, wie die Gemeinde sicherstellt, dass die Schulbauten langfristig hitzetauglicher werden – etwa durch Beschattung, natürliche Lüftung oder geeignete bauliche Massnahmen. «Wenn wir heute Schulhäuser planen oder sanieren, müssen wir nicht nur daran denken, wie wir sie im Winter effizient beheizen. Genauso wichtig ist die Frage, wie wir sie im Sommer möglichst lange kühl halten», sagt Carlo Severini. «Sommerlicher Wärmeschutz sollte bei Schulbauten genauso selbstverständlich sein wie Energieeffizienz im Winter.»

Schüler in einem Schulzimmer.
Wie gut die Emmer Schulräume gegen Hitze gerüstet sind, ist Gegenstand einer Interpellation. (Bild: pbi)