Gemeinde Emmen
Rüeggisingerstrasse 22
6021 Emmenbrücke
+41 41 268 01 11
emmen@emmen.ch
Initiiert wurde das Projekt vom Privaten Kulturclub Luzern. Zu seinem 30-jährigen Bestehen wollte der Verein ein Kunstwerk für den öffentlichen Raum realisieren. Nach jahrelanger Suche nach einer geeigneten Fläche wurde er schliesslich in der Viscosistadt fündig. Für QueenKongExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. erwies sich der Ort als besonders passend: Auf dem Areal wurden einst Viscose-Filamentgarne produziert, und noch heute werden hier hochspezialisierte Garne hergestellt.
Vergangenheit und Gegenwart verbunden
Diese Geschichte bildet den Ausgangspunkt für «to bond II». Mehrere Hände sind über rote Fäden miteinander verbunden. Sie stehen einerseits für die Vergangenheit des Areals, andererseits für die Menschen, die heute in der Viscosistadt zusammenkommen, leben und arbeiten.
«Gemeinschaft und Zusammenhalt sind Themen, die uns in unseren Arbeiten immer wieder beschäftigen», sagt Vero Schmid von QueenKong. Der Faden wird damit auch zum Sinnbild für Verbundenheit: Wer an einer Stelle daran zieht, löst an einer anderen etwas aus.
Im Hintergrund zieht sich ein Strickmuster über die Fassade, das Wärme, Schutz und etwas Familiäres vermitteln soll. Auch die Farbgebung ist nicht zufällig gewählt: Sie soll an die zahlreichen italienischen Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter erinnern, die einst auf dem Areal tätig waren. Gleichzeitig hat QueenKong das bestehende Fassadengrau bewusst in die Gestaltung integriert, damit sich das Werk mit der Architektur verbindet.
Kunt für alle, die vorbeikommen
«Wir malen nicht nur für die Auftraggebenden, sondern auch für die Öffentlichkeit. Die Menschen hier sehen das Bild jeden Tag und es wird Teil des Ortes», sagt Marco Schmid. Damit gehe auch eine gewisse Verantwortung einher. Gleichzeitig sei es dem Künstlerduo wichtig, gestalterisch frei zu bleiben und die eigenen Gedanken und Werte in seine Arbeiten einfliessen zu lassen.
Was «to bond II» bei den Betrachtenden auslöst, soll dabei offenbleiben. «Schön wäre, wenn das Bild für die Menschen ein kleiner Lichtblick ist, etwas Farbe in den Alltag bringt und mit der Zeit einfach dazugehört», sagt Vero Schmid. Vielleicht werde es irgendwann sogar zu einem Orientierungspunkt, «dort, wo das Bild ist.»