Gemeinde Emmen
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Vom Plan zur Baustelle: Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Unternehmen und der Gemeinde griffen am 24. September 2026 auf dem Buholz-Areal zur Schaufel. Den Anfang machen ein neues Betriebsgebäude der Sovag Sonderabfallverwertungs AG sowie die Energiezentrale von Anliker. In einem nächsten Schritt plant Anliker die Modernisierung ihres Werkhofs mit einem neuen Betriebs- und Verwaltungsgebäude.
Für Sovag bedeutet das Projekt zugleich einen Umzug innerhalb von Emmen. Wegen des Nationalstrassenprojekts «Bypass Luzern» muss das Unternehmen seinen bisherigen Standort im Gebiet Ibach nach über 40 Jahren verlassen. Im Buholz entsteht nun ein neuer Hauptstandort für die Sortierung und Behandlung von wässrigen Sonderabfällen und Schlämmen. Damit bleiben auch die rund 20 Arbeitsplätze des Betriebs in Emmen erhalten.
Energie aus dem Untergrund
Auch energetisch wird auf dem Buholz ein neues Kapitel aufgeschlagen. Eine Energiezentrale mit Grundwasserwärmepumpen soll künftig die Gebäude auf dem gesamten Areal mit Wärme und Kälte versorgen. Zusammen mit Photovoltaikanlagen auf den Neubauten entsteht so ein nachhaltiges Versorgungssystem. Allein durch die Grundwassernutzung sollen jährlich rund 500 Tonnen CO2 eingespart werden.
Gemeindepräsidentin Ramona Gut-Rogger sieht im Spatenstich deshalb mehr als den Auftakt zu mehreren Bauprojekten: «Pionier sein heisst, Bewährtes zu erhalten und gleichzeitig Neues zu wagen. Genau das geschieht hier: Auf einem gewachsenen Industrieareal entsteht etwas Zukunftsgerichtetes.» Besonders erfreulich sei, dass für Sovag gemeinsam eine Lösung gefunden werden konnte und das Unternehmen Emmen erhalten bleibt. «Die Investitionen von Anliker und Sovag sichern Arbeitsplätze, schaffen moderne Infrastrukturen und stärken Emmen nachhaltig als Wirtschaftsstandort.»