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Emmen im Wandel: Eine Gemeinde entwickelt sich

28. September 2026
Emmen wächst und verändert sich. Wie umfangreich dieser Wandel ist, zeigte Baudirektor Andreas Roos am Dienstagabend an einem Anlass des Forum Gersag. In seinem Vortrag nahm er das Publikum mit auf einen Rundgang durch die Gemeinde und gab Einblick in laufende und geplante Arealentwicklungen, Strassenprojekte, Schulanlagen und Freiräume.

Unter dem Titel «Emmen im Wandel zur urbanen Stadt» lud das Forum Gersag am 22. September 2026 zu einem öffentlichen Anlass ins Schulhaus Gersag. Gemeinderat und Baudirektor Andreas Roos stellte dabei aktuelle Bauprojekte vor und erläuterte, wie sich Emmen in den kommenden Jahren weiterentwickelt.

Dabei wurde schnell deutlich: Die Entwicklung der Gemeinde findet an zahlreichen Orten gleichzeitig statt. Die laufende Revision der Ortsplanung bildet dafür eine wichtige Grundlage. Parallel dazu beschäftigen die Gemeinde verschiedene Arealentwicklungen, kantonale und kommunale Strassenprojekte, der Bedarf bei den Schulanlagen sowie die Weiterentwicklung von Aussen- und Freiräumen. Hinzu kommen die Erneuerung bestehender Infrastrukturen und die beiden kantonalen Entwicklungsschwerpunkte Seetalstrasse und Rothenburg Station.

Zahlreiche neue Wohnungen in Planung
Wie gross die Entwicklung derzeit ist, zeigt ein Blick auf die laufenden Arealentwicklungen: In verschiedenen Projekten sind aktuell rund 1600 Wohnungen geplant, die in den kommenden rund drei bis zehn Jahren realisiert werden sollen. Davon sind 225 bestehende Wohnungen, womit unter dem Strich rund 1375 zusätzliche Wohnungen entstehen. Dazu kommen zahlreiche weitere Gebiete, deren Entwicklung mit der neuen Ortsplanung vorbereitet oder ermöglicht wird.

Die Spannweite reicht von grösseren Vorhaben wie der Schützenmatt, der Sonne oder Meierhöfli Metti bis zu Entwicklungen in der Viscosistadt, in Emmenbaum Nord, der Rüüsegg oder der Grünmatt. Die Projekte befinden sich dabei in ganz unterschiedlichen Phasen: Während an einzelnen Orten bereits gebaut wird, liegen andernorts Bewilligungen vor oder die Planung steht noch am Anfang.

Entwicklung geht über Wohnungsbau hinaus
Der Wandel zeigt sich jedoch nicht allein an neuen Gebäuden. Parallel zu den Arealentwicklungen werden Verkehrsachsen und Knoten weiterentwickelt, Schulen erweitert und öffentliche Räume neu gedacht. Dazu gehören etwa die Erweiterungen der Schulanlagen Meierhöfli und Hübeli, die geplante Umgestaltung des Sonnenplatzes sowie verschiedene Projekte entlang der Gerliswil-, Seetal-, Rothenburg- und Rüeggisingerstrasse.

Damit machte Roos auch deutlich, dass städtebauliche Entwicklung verschiedene Bereiche zusammenbringen muss: Wohnen und Arbeiten, Mobilität, Schulen, öffentliche Räume und technische Infrastruktur. Neben den sichtbaren Bauprojekten laufen deshalb weitere Vorhaben wie die Umrüstung der Wasserzähler auf Funk, die Umstellung der Strassenbeleuchtung auf LED sowie Arbeiten rund um das Grünstadt- und Energiestadtlabel.

Der Anlass im Theaterraum des Schulhauses Gersag war gut besucht. (Bild: msc)