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Meierhöfli Metti: Breite Zustimmung in erster Lesung

15. September 2026
Der Bebauungsplan Meierhöfli Metti stösst im Einwohnerrat auf breite Zustimmung. Sämtliche Fraktionen würdigen die geplante Entwicklung des Quartiers grundsätzlich positiv. Zu reden gibt insbesondere der Anteil an preisgünstigem Wohnraum: Ein Antrag der SP auf eine Erhöhung von 25 auf 30 Prozent wird abgelehnt. Nun folgt die öffentliche Auflage.

Rund 330 Wohnungen, neue Grün- und Begegnungsräume sowie Flächen für Gewerbe, Gastronomie und Dienstleistungen: Mit dem Bebauungsplan Meierhöfli Metti soll der verbindliche Rahmen für die langfristige Entwicklung des knapp 24'400 Quadratmeter grossen Areals zwischen Seetal-, Fichten-, Eschen- und Meierhöflistrasse geschaffen werden. Am 15. September 2026 hat der Einwohnerrat die Vorlage in erster Lesung beraten.

Viel Lob für die Gesamtplanung
Die grundsätzliche Stossrichtung ist im Rat unbestritten. Marco Paternoster, Präsident der Bau- und Verkehrskommission (BVK), bezeichnet die Planung als qualitativ überzeugend und als Aufwertung für das Quartier Meierhöfli. Auch die Fraktionen stellen dem Projekt ein gutes Zeugnis aus.

Die FDP hebt insbesondere die Diversität, die grosszügigen Freiräume sowie den Mix aus Wohn- und Arbeitsnutzungen hervor. Die Mitte würdigt die gelungene Siedlungsentwicklung nach innen und erhofft sich von der Planung Vorbildcharakter für weitere Projekte. Auch die Grünen sprechen von einer grossen Chance für das Quartier und betonten die qualitätsvolle Verdichtung sowie die neuen öffentlichen Wegverbindungen.

Besonders positiv hervorgehoben wird zudem die Zusammenarbeit der verschiedenen Grundeigentümerschaften. Aus Sicht der SP ermöglicht sie, Gebäude, Freiräume und Verbindungen nicht isoliert auf einzelnen Parzellen, sondern als zusammenhängendes Quartier zu planen. Genau diese Abstimmung war auch ein zentraler Bestandteil des mehrjährigen Planungsverfahrens.

25 statt 30 Prozent preisgünstige Wohnfläche
Für die einzige Abstimmung des Abends zum Bebauungsplan sorgt ein Änderungsantrag der SP. Claudia Stofer beantragt, den vorgeschriebenen Anteil an preisgünstigem Wohnraum zu erhöhen. Statt 25 sollten mindestens 30 Prozent der zusätzlich realisierten Wohnfläche preisgünstig erstellt werden.

Die SP begründet den Antrag mit dem Bedarf an bezahlbarem Wohnraum und der Grösse der Arealentwicklung. Die Mehrheit des Rates möchte die bereits ausgehandelten Rahmenbedingungen hingegen nicht weiter verschärfen. Die FDP verweist unter anderem auf die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojekts und die bereits hohen Qualitätsanforderungen. Gemeinderat Andreas Roos erinnert zudem daran, dass auch bei anderen Arealentwicklungen wie der Schützenmatt ein Anteil von 25 Prozent zur Anwendung kommt.

Der Einwohnerrat lehnt den Antrag schliesslich mit 24 zu 11 Stimmen ab. Damit bleibt es bei der vorgesehenen Regelung von mindestens 25 Prozent.

Nun folgt die öffentliche Auflage
Mit der ersten Lesung ist der Bebauungsplan noch nicht beschlossen. Als nächster Schritt folgt die öffentliche Auflage. Anschliessend kommt die Vorlage zur zweiten Lesung und Beschlussfassung zurück in den Einwohnerrat. Danach läuft die 60-tägige Referendumsfrist; abschliessend ist die Genehmigung durch den Regierungsrat des Kantons Luzern erforderlich.

Weitere Informationen und sämtliche Projektunterlagen sind unter mitwirken.emmen.ch/meierhoefli-mettiExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. verfügbar.

Visualisierung der geplanten Entwicklung Meierhöfli Metti. Auf dem Areal sollen künftig rund 330 Wohnungen sowie Flächen für Gewerbe, Gastronomie und Dienstleistungen entstehen. (Visualisierung: Gemeinde Emmen)