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LED-Umrüstung: Neues Licht für Emmens Strassen

29. Oktober 2026
Die Emmer Strassenbeleuchtung soll fit für die Zukunft werden: Rund 1400 bestehende Leuchten sollen auf LED umgerüstet und künftig intelligenter gesteuert werden. Damit sinken Stromverbrauch und Lichtemissionen deutlich. Für die Umsetzung beantragt der Gemeinderat beim Einwohnerrat einen Kredit von 2,4 Millionen Franken.

Noch leuchtet der Grossteil der Emmer Strassen und Wege mit älterer Technik. Von insgesamt 1657 öffentlichen Lichtpunkten sind aktuell erst 193 mit LED ausgerüstet. Das soll sich ändern: Mit einem gross angelegten Umrüstungsprojekt möchte die Gemeinde 1404 weitere Leuchten modernisieren. Einzelne übrige Lichtpunkte werden im Rahmen anderer Strassenbauprojekte erneuert oder – sofern sie hauptsächlich privaten Zwecken dienen – an die jeweiligen Eigentümerschaften übertragen.

Dabei geht es um weit mehr als den Austausch von Leuchtmitteln. Künftig soll das Licht gezielter dorthin gelangen, wo es tatsächlich gebraucht wird. Im Siedlungsgebiet ist grundsätzlich warmweisses Licht mit 2700 Kelvin vorgesehen, in naturnahen und besonders empfindlichen Gebieten noch wärmeres Licht mit 2200 Kelvin. Gleichzeitig sorgt die moderne LED-Technik dafür, dass weniger Licht in den Nachthimmel, auf angrenzende Grundstücke oder in Naturräume abstrahlt.

Licht nach Bedarf
Herzstück der neuen Beleuchtung ist ein Lichtmanagementsystem. Damit lässt sich die Beleuchtungsstärke je nach Strasse, Nutzung und Tageszeit individuell steuern. In verkehrsarmen Nachtstunden kann das Licht beispielsweise gedimmt und am Morgen wieder hochgefahren werden. Auf einzelnen Fuss- und Velowegen ist zudem eine dynamische Steuerung vorgesehen: Dort bleibt die Beleuchtung auf einem tiefen Grundniveau und wird automatisch heller, sobald sich Personen nähern.

Auch die bereits durchgeführten Versuche mit punktuellen Abschaltungen fliessen in das Projekt ein. Rund zehn Leuchten ausserhalb des Siedlungsgebiets oder an wenig frequentierten Standorten wurden probeweise ausgeschaltet. Die Erfahrungen daraus – inklusive Rückmeldungen aus der Bevölkerung – helfen bei der Beurteilung, wo eine Beleuchtung weiterhin notwendig ist. Nur wenn sich eine Abschaltung bewährt und keine begründeten Einwände bestehen, soll auf die Erneuerung einer Leuchte verzichtet werden.

Rund zwei Drittel weniger Strom
Das Einsparpotenzial ist beträchtlich: Allein durch die Umrüstung auf LED soll der jährliche Energieverbrauch um rund 390'000 Kilowattstunden beziehungsweise 64,5 Prozent sinken. Bei den für das Projekt angenommenen Strompreisen entspricht dies einer Einsparung von rund 70'000 Franken pro Jahr. Durch Dimmung und weitere bedarfsgerechte Steuerungen sind zusätzliche Einsparungen möglich.

Die Gesamtkosten für die Umrüstung belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Franken. Stimmt der Einwohnerrat an seiner Sitzung vom 10. November 2026 dem Kredit zu, folgen 2027 die Ausschreibung und Ausführungsplanung. Die eigentliche Umrüstung ist anschliessend in drei Etappen von 2028 bis 2030 vorgesehen.

Gut 1400 Strassenleuchten sollen auf LED umgerüstet werden. (Bild: pbu)