Gemeinde Emmen
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Zwölf Hitzetage reihten sich in der zweiten Junihälfte nahezu ohne Unterbruch aneinander. Vom 19. bis 28. Juni 2026 erreichten die lokalen Tageshöchsttemperaturen im Durchschnitt 34,4 Grad. Intensiver war eine zehntägige Hitzewelle seit Messbeginn einzig im August 2003.
«Die zunehmende sommerliche Hitzebelastung stellt eine wachsende Herausforderung für Gesundheit, Stadtentwicklung und Lebensqualität dar», schreibt die Mitte in einer jüngst eingereichten Interpellation (33/26). Asphalt, Beton und versiegelte Flächen speichern die Wärme des Tages und geben sie bis weit in die Nacht hinein ab. Es bilden sich Hitzeinseln. «Diese erhöhen gesundheitliche Risiken und mindern die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum erheblich», monieren die Interpellanten.
Was tut die Gemeinde gegen die Hitze?
In Anlehnung an Emmens Klima- und Energiestrategie soll der Gemeinderat deshalb aufzeigen, in welchen Gemeindeteilen bereits erhöhte Hitzebelastungen festgestellt oder gemessen wurden. Gefragt wird zudem, welche Massnahmen gegen Hitzeinseln geplant sind oder bereits umgesetzt werden, etwa zusätzliche Bäume, begrünte öffentliche Räume, Schattenplätze oder die Entsiegelung befestigter Flächen.
Aktuelle Beispiele aus Emmen würden zeigen, dass bereits kleinere Entsiegelungs- und Begrünungsmassnahmen einen messbaren Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas leisten können. Die Mitte verweist dabei auf ein Projekt im Sonnenhofquartier in Zusammenarbeit mit den Asphaltknackerinnen. «Solche Erfahrungen verdeutlichen das Potenzial konkreter Massnahmen zur Anpassung an steigende Temperaturen und unterstreichen die Bedeutung einer gemeindeweiten Strategie zur Reduktion von Hitzeinseln.»
Die Mitte fragt weiter, nach welchen Kriterien besonders belastete Quartiere und öffentliche Räume priorisiert werden und wie die Bevölkerung in die Planung einbezogen wird. Auch zum zeitlichen Horizont kurz-, mittel- und langfristiger Massnahmen soll der Gemeinderat Stellung nehmen.
Bereits im Sommer 2025 ging die Gemeinde der Hitze gemeinsam mit Emmer Schulklassen auf die Spur. Im Rahmen des Projekts «3-2-1 heiss!» massen Schülerinnen und Schüler an drei Schulstandorten die Temperaturen auf ihren Schulwegen und verglichen die Werte mit ihrem persönlichen Hitzeempfinden. Dabei zeigte sich, welchen Einfluss Bäume, Schatten und versiegelte Flächen auf das lokale Mikroklima haben. Die gewonnenen Erkenntnisse ergänzen die bestehenden planerischen Grundlagen um die Wahrnehmung jener Menschen, die sich täglich in diesen Räumen bewegen.