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Emmen zeigt Flagge für eine nachhaltige Zukunft

25. September 2026
Am 25. September 2026 wehen in Emmen besondere Farben: Zum internationalen «SDG Flag Day» präsentiert die Gemeinde die Flagge mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Die Aktion steht für ein gemeinsames Ziel – und für einen Weg, den Emmen Schritt für Schritt weitergeht.

17 Ziele, dargestellt in 17 Farben: Am internationalen «SDG Flag Day» machen Verwaltungen, Bildungsinstitutionen, Unternehmen und Organisationen weltweit ihr Engagement für eine nachhaltige Entwicklung sichtbar. Die sogenannten Sustainable Development Goals (SDG) bilden das Herzstück der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Sie reichen vom Klimaschutz und einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen über Bildung, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe bis hin zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung.

Auch Emmen zeigt Flagge und platziert am 25. September 2026 vier SDG-Flaggen im Gemeindegebiet. Dahinter steckt mehr als eine symbolische Aktion. Die 17 Nachhaltigkeitsziele haben in den vergangenen Jahren zunehmend Eingang in die strategische Arbeit der Gemeinde gefunden.

Nachhaltigkeit als gemeinsame Aufgabe
Ein wichtiger Schritt erfolgte 2024 mit der Verankerung der Nachhaltigkeit als Querschnittsthema innerhalb der Gemeindeverwaltung und der Gründung der Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit (AGNA). Sie bringt unterschiedliche Fachbereiche zusammen, koordiniert Aktivitäten und begleitet die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde. Gleichzeitig wurden die Ziele des Legislaturprogramms 2026–2029Externer Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. mit den 17 SDG verknüpft. Auch bei politischen Geschäften und in internen Planungs- und Steuerungsprozessen sollen Nachhaltigkeitsaspekte vermehrt sichtbar gemacht und berücksichtigt werden.

Wo Emmen auf diesem Weg steht, wurde zuletzt genauer untersucht. Seit 2025 beteiligt sich die Gemeinde am schweizweiten «Cercle Indicateurs». Ergänzend dazu entstand eine Situationsanalyse, in der Stärken, Schwächen und mögliche Handlungsfelder gemeinsam mit Fachpersonen, Kommissionen und dem Gemeinderat beleuchtet wurden. Das Ergebnis: Emmen ist in verschiedenen Bereichen bereits gut unterwegs – gleichzeitig besteht weiteres Entwicklungspotenzial.

«Nachhaltige Entwicklung ist kein Zustand, den man irgendwann erreicht und abhakt», hält Gemeinderat und Umweltdirektor Andreas Roos fest. «Entscheidend ist, dass wir unsere Entscheidungen immer wieder hinterfragen, unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und dort vorwärtsmachen, wo wir als Gemeinde konkret Einfluss nehmen können.»

Von Energie und Grünräumen bis zur Mitwirkung
Wie breit Nachhaltigkeit verstanden wird, zeigt ein Blick auf laufende und bereits angestossene Projekte. Im Umweltbereich hat Emmen beispielsweise eine umfassende Energie- und Klimastrategie erarbeitet und verfolgt mit den Labels Energiestadt und Grünstadt klare Entwicklungsziele. Klimaschutz, Biodiversität, attraktive Grün- und Freiräume sowie eine ressourcenschonende Entwicklung sollen damit stärker zusammengedacht werden.

Nachhaltigkeit betrifft jedoch ebenso die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Beim Projekt «Die Gerliswilstrasse – gemeinsam Richtung ZukunftExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.» entsteht ein Netzwerk lokaler Unternehmen, das den Austausch und die Zusammenarbeit fördert und dazu beiträgt, die Gerliswilstrasse als Wirtschafts- und Lebensraum gemeinsam weiterzuentwickeln.

Auch soziale Teilhabe und Vernetzung gehören dazu. Die geplante neue Leistungsvereinbarung mit der Kontaktstelle Alter Emmen setzt unter anderem auf verstärkte Kooperation und Vernetzung bei altersspezifischen Fragen. Gleichzeitig prüft die Gemeinde neue Formen der Mitwirkung: So laufen Abklärungen zu einer möglichen Wiedereinführung eines Jugendparlaments; für 2027 sind zudem Vorarbeiten vorgesehen, um geeignete Formen für eine stärkere Teilhabe der Migrationsbevölkerung zu untersuchen.

Schritt für Schritt statt Ziel erreicht
Die Beispiele machen deutlich: Nachhaltigkeit ist keine einzelne Aufgabe und kein Projekt mit festem Enddatum. Sie berührt Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft gleichermassen – und damit zahlreiche Entscheidungen, die eine Gemeinde täglich trifft.

Entsprechend stehen auch die SDG-Flaggen in Emmen nicht für «Ziel erreicht». Sie stehen vielmehr für die Bereitschaft, sich auf den Weg zu begeben, Erreichtes sichtbar zu machen und die nächsten Schritte anzugehen.

Seit 2020 rufen die UN Global Compact Country Networks der Vereinten Nationen jährlich am 25. September zum internationalen «SDG (Sustainable Development Goals) Flag DayExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.» auf. Verwaltungen aller Ebenen, Bildungsinstitutionen, Firmen und Organisationen weltweit hissen die international bekannte Flagge («Flag») mit den 17 Nachhaltigkeitszielen («SDG») der UNO und weisen dadurch auf deren solidarische Unterstützung hin.

Das Hissen einer SDG-Flagge und die Organisation eines lokalen «SDG Flag Day» um den 25. September herum unterstreichen symbolisch die Nachhaltigkeitsbestreben und Meilensteine einer Stadt beziehungsweise des Landes in der Umsetzung der Agenda 2030.

 

SDG-Flagge vor Verwaltungsgebäude.
Die SDG-Flagge unterstreicht symbolisch die Nachhaltigkeitsbestreben der Gemeinde Emmen. (Bild: pbu)